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Reload this Page Charaktergeschichte- Cimmerien - Aquilonien - Stygien - Die Reise in die Schatten
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Old 1st July 2008, 14:41     Kadras is offline   #1
Kadras
Conqueror Cimmerian

Nachtwind

German server Asgard PvP-RP
Default Cimmerien - Aquilonien - Stygien - Die Reise in die Schatten


Dies ist die Geschichte seines Weges ... dies ist die Geschichte von Kadras van Dornium Suportic.
Lange ist es her, dass ich jemanden diese Geschichte erzählte.
Es ist die Geschichte des Gildenmeisters des Nachtwindes und sie erzählt von seinem Leben uns seinen Weg von Cimmerien über Aquilonien bis in die Tiefen der Wüste Stygiens - wo er seine Bestimmung fand.
Von seinem Weg bis in den Schattenrat.

Höret und ihr werdet erfahren wie alles begann.
Lauscht den Worten des alten Geschichtenerzählers Calndrik ...

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Kapitel 381

Kadras, vom cimmerischen Clan der Vandarken, hatte zu jenen Tagen als ich mit der Geschichte beginnen möchte bereits zehn Sommer erlebt. Seine Eltern waren im Clan hoch angesehen, doch das Schicksal zerstörte in nur einer Nacht das Glück der jungen Familie.

Madra Vandarken, Kadras' Mutter, lebte in einem cimmerischen Dorf weit im Südwesten des Landes und die Vimir waren seit langem mit den Cimmeriern im Krieg.
In jener Nacht als viele Cimmerier daran glauben wollten, es würde zu Frieden zwischen den verfeindeten Stämmen kommen, gab es erneut einen Überfall. In jener Nach starb Madra's Mann.

Beinahe alle Bewohner wurden bei diesem Angriff von den Vimir gnadenlos niedergemetzelt. Nur die schönen und jungen Frauen wurden am Leben gelassen und die noch nicht verdorbenen Kinder.
Jene Kinder welche man noch gebrauchen konnte wurden zusammengepfercht und sollten als Sklaven verkauft werden.
Drei Tage verbrachte Kadras mit seinen Freunden aus seiner Kindheit in diesem dunklen Raum. Drei lange Tage und Nächte ohne Essen, ohne frisches Wasser. Die Kinder teilten sich so gut es ging das Wasser, das in einem kleinen Rinnsal unter der Tür ihrer Unterkunft hindurchlief.

Kadras und seine Freunde mußten mit ansehen wie ihre älteren Freunde von den Barbaren abgeschlachtet wurden. Alle Kinder welche auf zehn Sommer oder älter geschätzt wurden, wurden grausam hingerichtet. Es war eine Frage der Zeit bis sie ihn hier weg schaffen würden, dessen war er sich sicher.
Die Mädchen wurden ab den ersten anzeichen von Fruchtbarkeit in anderen Räumlichkeiten, ganz in ihrer Nähe, untergebracht. Nachts drangen seltsam qualvolle Laute von dort an Kadras' Ohren, raubten ihm den Schlaf und schenkten ihm nur vereinzelt Albträume. In jenen Tagen wußte er bereits genau was dort geschah und er schwor bei seiner Ehre jenen Vimir den Tod. Sie sollten für das bezahlen, was sie seinem Dorf angetan hatten und was sie seinen Schwestern antaten.

Immer wieder sah der Junge das Bild seines sterbenden Vaters vor sich und Zorn stieg in ihm auf. Der Zorn, welcher nur in einem Cimmerier glühen konnte. Sein Vater hatte als einer der letzten drei Männer am Tor gestanden und versucht, das Tor und den Wall zu halten - vergebens. Ein Speer bohrte sich in die Seite des hochgewachsenen Kriegers, während dieser mit seinem lederüberzogenen Holzbuckler seine Seitendeckung vernachlässigte um einen erbitterten Schlag seines unmittelbar vor ihm stehenden Gegners abwehren zu können.

Die Cimmerer waren auf diesen Angriff schlecht vorbereitet. Es hieß die Unruhen zwischen Vimir und Cimmeria wurden eingestellt, doch erwies sich das als eine Finte. Sein Vater war einer der wenigen gewesen, die sich gegen den Abzug der Wachen aussprachen. Dennoch konnte er es nicht verhindern und die Wachen aus dem Norden machten sich wieder auf den Weg zurück in Ihre Heimat. Nun konnte sich das Oberhaupt der Vandarken auch nicht mehr für seine Weitsichtigkeit belohnen - er war des Todes. Der geworfene Speer schmerzte so sehr, dass der Krieger unmittelbar seine Deckung fallen ließ um sich auf die Ursache des Schmerzes zu konzentrieren. Diese Gelegenheit nutzte sein Widersacher und trieb seine Axt tief in die Schulter des Kriegers.

Kadras Vater starb und mit ihm auch seine Kindheit. Immer wieder wurden einige Kinder in diesen drei Tagen wahllos aus dem Schuppen gezerrt um draußen an den Siegesfeiern teil zu nehmen. Kadras vernahm das laute Knistern der Flammen des großen Feuers, das Stück für Stück die Habseligkeiten der cimmerischen Dorfbewohner verschlang. Doch den Schreien des Jungen nach zu urteilen, welcher soeben durch einen großen betrunkenen Hünen der Vimir weggezerrt wurde, war klar, das die Flammen nicht nur totes Fleisch zu fressen bekamen. Die Vimir verbrannten die Toten um eine Seuche gar nicht erst entstehen zu lassen, die Lebenden verbrannten sie zu ihrer Unterhaltung.

Kadras hatte versucht sich das Gesicht des Mannes zu merken, welcher in seinen Augen soeben für den Tod eines weiteren seiner Freunde verantwortlich war. Tränen liefen noch Stunden später über seine Wangen, als er wieder in einen unruhigen Schlaf gefallen war. Durch laute Rufe wurde er geweckt. Die Cimmerer und Vimir waren schon seit Jahrzehnten Nachbarn und dennoch klang der Akzent und Dialekt der Vimir für ihn immer noch wie die Sprache aus einem fernen Land.
"Sie suchen Dich" flüsterte ein Junge neben ihm. "Sie haben Dich genau beschrieben. Dunkles Haar und kein Hemd. Du bist der Einzige, der kein Hemd trägt."
Kadras hatte trotz des Winters und der Kälte sein Hemd ausgezogen und war zu seinem Vater geeilt. Er wollte versuchen die Blutung der Wunde zu stoppen, mit der die Gegner seines Vaters diesen sterbend zurückgelassen hatten.
Kadras wurde damals beinahe ignoriert. Nur ein Vimir hatte nach ihm geschlagen und ein anderer getreten, doch der agile Junge konnte diesen halbherzigen Angriffen mit Leichtigkeit ausweichen.
Sein Vater starb in seinen Armen mit den Worten "Sei tapfer und stark, mein Sohn. Kämpfe, wenn du soweit bist, bis dahin mußt du noch viel lernen..." Er stöhnte schmerzhaft. "...stürze dich heute nicht in deinen Tod, mein Sohn, beschütze deine Mutter und räche mich, wenn du soweit bist, aber nicht heute.
Du wirst die größten Krieger Hyboriens finden und du wirst einer von ihnen werden. Geh' und suche den Nachtwind, dann kehre zurück und räche mich." Sein Vater lächelte ihn traurig an. Blut tropfte aus seinem Mund auf die Brust hinunter. Langsam wurden die Augen dunkel, sein Vater war tot.

Kadras wurde aus seinen Erinnerungen gerissen.

"NEIN, Kadras, schnell flieh, renn, versuch zu entkommen!" riefen viele der Kinderstimmen um ihn herum.
Aber es gab kein Entkommen. Kadras war bis in die letzte Ecke gekrochen um so weit wie möglich vom Eingang des Schuppens entfernt zu sein, doch das Gefängnis war nicht groß genug um sich hier vor den langen Armen der Vimir zu verkriechen.

Er schlug um sich, kratzte wie eine Katze und biß wie ein Hund, aber vergebens. Große starke Arme packten ihn und trugen ihn hinaus.
"Er hat mich gebissen, dieser Wurm." schnaubte der große Vimir, der ihn hinausgeschleppt hatte. Zwei weitere Vimir standen dort und eine hübsche cimmerische Frau lag auf dem Boden, der Ohnmacht nahe. Ihre schwarzen Haare erinnerten Kadras an seine Mutter, doch bei Madra hatte er diese nie so schmutzig und zerzaust gesehen.
Ihre Kleidung war von Rissen übersät, ihre Brüste lagen entblößt im Schlamm. Es regnete, doch Kadras spürte keine Kälte auf seiner Haut.

"Ist er das, du cimmerische Hure?" fragte einer der Vimir, der neben der Frau stand. "Steh auf, Weib!"
Er riss an der Frau, die sich mit Mühe und Not aufrichtete. Dort war sie: seine Mutter. Kadras trammelte um sie und schrie.
"Lasst sie in Ruhe! Lasst sie..."
Seine Mutter nickte. Kadras spührte einen schmerzenden Schlag auf seinem Hinterkopf. Dann verlor er sein Bewusstsein.

Als er wieder zu sich kam kniete seine Mutter neben ihm und tupfte ihm den Kopf mit einem feuchten Lappen ab. Er spürte ein Pochen, eine Wunde. Es hatte sich bereits eine Blutkruste über die Stelle an seinem Hinterkopf gelegt, an der er getroffen wurde.
"Ich habe nicht viel Zeit, mein Sohn" flüsterte seine Mutter. "Ich werde dafür sorgen, dass du wieder gesund wirst. Ich werde Dich retten, ich würde mein Leben für Dich geben."

"Nein!" flüsterte der Junge. "Niemals! Ich würde das meine für Dich geben."
"Schweig und hör mir zu. Ich verbiete Dir zu versuchen mich zu beschützen. Nur wenn du tust was ich Dir sage können wir überleben." Kadras lauschte und nickte bekümmert, als er seiner Mutter versprechen musste, niemals sein Leben für Sie zu geben.

Kadras vergaß niemals diese demütigenden Tage als seine Mutter sich als Gespielin für diesen häßlichen Vimir hingeben mußte. Dies war der Preis für sein Leben.
Die anderen Kinder, die überlebten, wurden fort gebracht. Wahrscheinlich wurden sie als Sklaven verkauft oder fielen irgendwo einem noch schlimmeren Schicksal zum Opfer.
Madra und ihr Sohn Kadras zogen mit einigen Vimir zurück nach Süden, ins Land der Vimir. Drei Tage lang sagte Kadras kein Wort und trotz des frischen Schnees und der kalten Temperaturen trug der Junge kein Hemd - nie wieder wollte er ein Hemd tragen.


Last edited by Kadras; 27th May 2011 at 12:59..
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Old 2nd July 2008, 08:16     Lodana is offline   #2
Lodana
Assassin Aquilonian

SPQR

German server Aries PvP
Default

Sehr nett geschrieben *Gespannt auf die Fortsetzung wartet*

Gruß Lodana
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Old 9th July 2008, 12:10     Kadras is offline   #3
Kadras
Conqueror Cimmerian

Nachtwind

German server Asgard PvP-RP
Default Unter Vimir, kein Ort für einen Cimmerier


Kapitel 382

Unter Vimir, kein Ort für einen Cimmerier

Wochen strichen ins Land und Kadras wunderte sich wie anpassungsfähig der Mensch doch war. Er musste sich seinem Schicksal fügen. In dem Glauben dieser Teil seines Leben sei nicht das Ende des ihm vorbestimmten Weges, wagte der Junge weiter zu hoffen.
Er suchte immer noch nach einer Möglichkeit die Verhältnisse wieder zu wandeln. Er würde fliehen kämpfen und sich rächen. Diesen Widerstand in dem Jungen hatte seine Mutter früh erkannt.
Madras Mahnungen halfen dabei seine Zunge im Zaun zu halten - doch Kadras würde nicht ewig schweigen können. In unheimliche Last drückte auf seine Seele und ihm dürstete es nach Rache. Nach Vimir Blut.
Als Madra und Ihr Sohn sich zum ersten mal wie verhältnismäßig freie Menschen im Dorf der Vimir bewegen durften suchte Madra für sich und ihren Sohn ein stilles Plätzchen auf um mit ihren Sohn unter vier Augen zu sprechen. Nervös achtete die schöne Cimmeriern darauf das sie nicht belauscht wurden.
"Kadras, ich verstehe Dein Schmerz und Dein Unglück und auch mir geht es wie Dir. Doch mit Deinem schweigen hilfst du mir und Dir nicht."
Die Cimmerische schöne Frau die seine Mutter immer noch war erntete von ihrem Sohn nur einen sturen Blick für ihre Ansprache.
"Ich weiß", die Cimmererin fuhr flüstern fort, "du bist genau so unglücklich wie ich es bin. Doch Zeige ich es unseren Peinigern nicht mit jedem Atemzug den ich ausstosse."Seine Mutter fesselte Ihren Sohn mit strengen blicken.
Kadras wollte sich von seiner Mutter abwenden.
"Verstehe doch, nur wenn sie damit beginnen uns vertrauen zu schenken und wir Ihnen das Gefühl geben können, dass von uns keine Gefahr mehr für sie ausgeht, nur dann können wir eine Gelegenheit finden zu entkommen."
Kadras hielt abgrubt inne. Also doch. Langsam drehte sich der Junge um und betrachtete seine Mutter erneut. Die beiden Musterten sich lange bevor der Cimmerische Junge mit einem kurz angedeuteten Nicken zu verstehen gab das er einverstanden war weiter zuzuhören.
"Ich werde versuchen, dass wir bald mitkommen dürfen in die anderen Vimerischen dörfer. Die Vimir brechen jeder Woche zum Tauschen und Handeln auf um sich zu treffen. Wenn wir beide mitkommen dürfen, werden wir eine Möglichkeit finden zu fliegen. Wenn es diese Gelegenheit nicht geben sollte, dann finden wir eine andere verstehst du."
Kadras nickte nun erkennbar - und zum ersten mal seit Tagen huschte ein kurzes Lächeln über das versteinerte Gesicht des Jungen. Doch es war ein grimmiges Lächeln welches einige als Drohung empfunden hätten.

Die folgenden Wochen wurde Kadras wenige oft gepeitscht und geschlagen. Er verweigerte den dreckigen Vimir nicht länger seine Hilfe. Er hackte und schleppte Holz eben so wie er es zuvor in den Cimmerischen, weiter nördlich gelegenen kahlen Wäldern getan hatte. Sein Vimirischer Mund - der seine Mutter und ihn aufgenommen hatte war fast zufrieden mit dem Kerlchen. Eigentlich wollte er nur die Mutter mit ihrem lodernden Blut, aber nun war der kleine auch noch beinah eine lohnende Investition.
Das unsichtbare Halsband begann sich Tag für Tag weiter zu lockern. Drei Wochen später war es dann endlich soweit.
Madra und Ihr Sohn durften die Vimir zusammen mit Ihren Mündigen begleiten.
Der Weg führte die südlichen vimirischen Berge hinab in ein großes Tal. Natürlich wogten sich die Vimirischen Holzhütten in die Landschaft. Rauch stieg aus den Dorffeuern zu Ihnen hinauf als sie den Gebirgsfahrt entlang des Sirelechs, des großes Gebirgsbaches hinab ins Tal folgten. Der Schmale Weg schlängelte sich ebenso wie der Bach hinab ins Tal.
Kadras hielt immer die Augen offen, doch es schien hoffnungslos. Zu viele Vimir und keine Fluchtmöglichkeit war zu erkennen.
Doch dann ergriff seine Mutter sein Handgelenk und rüttelte daran so das Kadras sich nach Links wenden musste. Nun erkannte er was sie meinte. Der Wasserfall des Sirelechs stürzte hier hinab in die Tiefe um weiter unten von dem Sirlech-See mit offenen Armen aufgefangen zu werden. Sie könnten Springen. Nur noch wenige Schritte und sie würden sich in einer optimalen Absprungposition befinden. Madra war immer noch an Ihren Mündigen von Handgelenk zu Handgelenk mit einem spröden Seil gefesselt. Doch Ihr war klar, das sich der Vimir nicht auf den Beinen halten könnte wenn Sie springen würde.
Kadras kamen die nächsten Momente wie eine halbe Ewigkeit vor. Madra, seine Mutter zog einen scharf zugeschnittenen Holzstück hervor und rammte dieses dem Mündigen wie die Vimir es nannten in die Kehle. Blut quillt unmittelbar aus der Daumendicken wunde. Es pulsierte hinaus als die Frau das Holzstück wieder aus den Hals des Mannes riss. Dann nahm sie Anlauf und sprang mit einem gigantischen Schrei, den taumelnden Vimir mit sich reisend hinab in die tiefen. Kadras tat es ihr gleich. Auf den Jungen hatte keiner so geachtet wie auf seine Mutter. Er war für die Vimir nichts Wert. Pfeile surrten den beiden Cimmerern und dem sterbenden Vimir hinab in die Tiefe.
Der Sprung war waghalsig, besonders für Madra die immer noch an dem Gewicht des Vimirs gebunden war. Die Sekunden des Fluges als die Luft an ihm vorbeirauschte und zerrte vergangen schneller als der Angriff seiner Mutter zuvor. Kurz darauf der Aufprall. Die Kälte des Gebirgswassers schossen wie 1000 Pfeile durch den Körper des jungen Cimmerers. Mit seiner immer schwerer werdenen Beinkleidung zwang der Junge sich zurück zur oberfläche. Kadras war froh das er nicht auch noch ein Hemd und Felle über seine Schultern geworfen hatte, welche ihn nun natürlich ebenso unbarmherzig hätten versucht nach unten zu ziehen. Wenig später füllten sich seine Lungen wieder mit frischer Luft. Doch wo war seine Mutter.
Madra erreichte auch das vor dem Aufprall auf Fels schützende Wasser - und der Vimir im Schlepptau eben so mit ihr. NUn wurde sie heruntergerissen. Ohne Gnade zerrte das Gewicht des stämmigen Vimirs an ihr und ließ ihr keine Wahl ausser den Weg nach unten. Madra zerrte an dem Seil bis sie endlich das Messer des Vimirs aus dessen Hosenbund zog um sich von den Fesseln zu befreien.
Kadras tauchte bereits wieder um nach seiner Mutter zu suchen, als diese ihm entgegen schwamm. Madra verlor fast das Bewusstsein da ihr Sauerstoff ihre Lungen bereits verlassen hatte. Doch dann war ergriffen Sie bereits die rettenden Hände Ihres Sohnes und brachten Sie hinauf zur Oberfläche des Sees und dann an dessen Ufer.

Last edited by Kadras; 27th May 2011 at 13:00..
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Old 16th July 2008, 10:47     Kadras is offline   #4
Kadras
Conqueror Cimmerian

Nachtwind

German server Asgard PvP-RP
Default Flucht nach Aquilonien

Kapitel 383 - Flucht nach Aquilonien

Die Vimir fluchten lauthals und brüllten Ihnen wüßte Beschimpfungen nach.

Kadras wärmte seine Mutter so gut er es vermochte mit seinem Körper und mit allem sonstigen was er greifen konnte, Buschwerk, Blätter und Sand.
Er versuchte Sie auf die Seite zu drehen damit das Wasser aus Ihren Mund herauslaufen möge was Sie doch alles geschluckt haben musste.

Als sein Mutter drohte nicht mehr aufzuwachen - schlug der Junge vom Zorn erfüllt auf den Oberkörper seiner Mutter ein. Einmal zweimal. "Du darfst mich jetzt nicht alleine lassen hörst du? Nicht jetzt. Der Cimmerer begann zu Schluchzen.
Immer wieder schlug der Junge auf dem Brustkorb seiner Mutter sein. Solange bis Sie urplötzlich die Augen aufriss und etwas Wasser spuckte. Madra röchelte und klang erschöpft und heiser. Kadras nahm den Kopf seiner Mutter zeitlich in den Arm und so lagen Sie da Minuten - es kam Ihnen vor wie Stunden.

Doch nicht von langer Dauer war Ihre Pause.
Madra und Ihrem Sohn war bewusst, dass die Vimir die beiden Cimmerer nicht einfach entkommen lassen würden. Doch Sie hatten einen großen Vorsprung, welcher nur durch die Tatsache geschmälert wurde, dass Sie unterkühlt waren. Außerdem handelte es sich bei der Frau und dem Kind auch nicht um erfahrene Jäger der Wildnis ganz im Gegensatz zu einem Großteil Ihrer Verfolger. Doch nun begann ein Wettlauf mit der Zeit.

Doch dann wurde das Gebrüll Ihrer Verfolger weiter oben im Pass deutlicher lauter. Die Vimir hatten schnell einige Meter hinter sich gelassen und Ihr Vorsprung begann bereits zu schrumpfen.


Oikosh, der stämmige Bruder des Vimirs welchen Madra erstochen hatte war ausser sich vor Zorn. Er wollte den Kopf der Nymphe und den Jungen eben so tod sehen. Ihm folgten mindestens ein Duzend weiterer Vimir.
Madras konnte aufstehen und so gingen Kadras und Madra zusammen weiter. Erst sehr langsam. Bis seine Mutter sich zutraute ohne die Stütze Ihres Sohnes zu gehen. Pure Willensstärke verliehen Ihren Beinen Kraft und so gut es ging liefen die beiden schon wenig Später in einem fröstelnden Dauerlauf.
Madra wußte sie könne nicht mehr lange gegen diese Unterkühlung ankämpfen doch sie würde es versuchen.
Immer weiter nach Süden rannten Sie das Tal hinab. Der Bach rauschte beständig plätschernd neben Ihnen. Doch es machte keinen Sinn den Pfad zu verlassen.
Noch nicht, die Spurenjäger würden Sie finden.
Stunden vergingen ehe die beiden Cimmerer die Feuer eines Dorfes sahen. Doch eben diese wärmenden Feuer durften Sie nicht erreichen. Dort warteten noch mehr Vimir auf Sie.
Nun schlugen sich Kadras und Madra in die Büsche um das Dorf zu umgehgen.
Vorsichtig schlichen die beiden. Madra gab ihren Sohn kein Anzeichen von Schwäche Preis obwohl Sie schon längst mit dem Schatten rang welcher nach Ihrem Herzen trachtete.

Weiter und weiter sollte ihre Reise gehen, die ganze lange kalte Nacht hindurch. So lange bis Sie die ersten Strahlen des kommenden morgen trafen und sanft mit Ihrer Haut spielten. Es war ein Gefühl wie Rettung wie das Erreichen einer anderen Welt.
Hoch oben auf eine Hügelkette standen Sie, hinter sichhatten Sie den Gebirgswald gelassen und vor Ihnen erblickten Sie die wilden Lande. So Fern unnahbar für geschundene Füsse welche sich selbst den Weg suchen mußten. Doch das Ferne Aquilonien und seine Grenzprovinsen waren Ihr Ziel. Die Cimmerer mochten die Aquilonier nicht sonderlich, aber die Aquiloniern sollten die Vimir eben so sehr hassen wie Sie hieß es oben auf den Bergen. Das war Ihr Ziel.

Müde stolperten die beiden voran. Das jammern Ihrer tauben Füsse ignorierend.
Man hörte Rufe im Wald hinter Ihnen. Die Vimir waren ihnen also doch bereits so Dicht auf den Phärsen gerückt.
Mit letzter Anstrengungen versuchten die beiden körperlich ungleichen Figuren zu laufen. Sie rannten bis Ihnen die Lungen brannten. Sie stolperten hier und da und rissen sich an kantigen Steinen die Haut in Fetzen doch mit der Stärke eines Cimmerers rannten Sie weiter.
Doch Sie hörten beinah das hächeln Ihrer Siegeshungrigen Jäger in Ihrem Rücken. Die Vimir kamen immer näher. Kadras wurde immer wieder schimmrig vor seinen Augen. Er vernahm alles nur noch sehr Wage. Seine Mutter spornte ihn an. Lauf mein Sohn lauf. Und er lief. Immer ein Bein vor den anderen Setzen. Fuss um Beim immer weiter ...
Ein Bolzen riss seine Mutter zu Boden. Kadras taumelte und blickte sich um. Da lag seine Mutter getroffen von einem Pfeil mitten in den Rücken. Die Wunde sah tief aus. Hinter Ihnen Vimir. Sie mußten schon duzende Pfeile angeschossen haben. Die anderen Pfeile erreichten kaum diese Distanz aber der Pfeil hatte sein Ziel gefunden. Einige Hundert Schritte lagen nun noch zwischen seinen Verfolgern und ihnen.
Kadras musterte die Umgebung. An das folgende konnte er sich nur wage erinnern. Es gab nur wenig Deckung für die beiden. Einige Sträucher und ein paar Felsen.
Ein Felsen war groß genug, damit Sie sich dahinter verbergen konnten.
Kadras zog seine Mutter hinter den Stein und lehnte Sie behutsam gegen den Fels. Dann suchte er nach irgend etwas wie einer Waffe. Er fand einen Stein, welcher gut in der Hand lag und immer noch eine gefährliche Schlagfläche für seine Gegner aufbot. Er würde sterben hier mit seiner Mutter zusammen aber solange noch cimmerisches Blut in seinen Adern floss, würde er kämpfen.

Die Vimir kamen näher und näher. Dier ersetn würden sie bald erreichen.
Vorne weg - schritt Oikosh - der Barbar.

Er lachte als er den Fels ohne jegliche Vorsicht umrundete.
Er erblickte Kadras welcher sein von tränen verschmiertes Gesicht in die Bluse seiner Mutter drückte. Der muskolöse Barbar riss den Jüngling mit einem starken Ruck vom Körper der halb toten Frau herunter.
"Lebst Du immer noch du Nymphe?".
Kadras kam unsanft auf. Doch er rollte sich ab und blickte auf seinen Feind. Die anderen Vimir waren nicht so schnell wie dieser dem es so sehr nach Rache dürstete wie ihm.
Unaufmerksam hob der Vimir seine Nagelkeule um seine Mutter zu erschlagen.
Kadras sprang blitzschnell auf und eilte auf seinen Widersacher zu. Die warnenden Schreie kamen für Oikosh zu spät. Der große Vimir wirbelte herum um zu sehen welche Gefahr da auf ihn zueilte. Doches war nur der Junge. Doch eher er seine Arme zur Verteidigung hochreisen konnte traf der kleine ihn mit einem ungeheuren Hieb. Der Stein brach die Nase des Kriegers und schob den Nasenknochen tief in den Kopf hinein so dass dieser das Gehirn des Vimirs entscheidend beschädigte.
Der Vimir viel wie ein gefällter Baum und zuckte unkontrolliert während dessen Blut und noch etwas anderes aus dem Ort rann wo zuvor noch seine Nasenhöhle verborgen war.

Einige Pfeile flogen nun wieder auf Kadras zu doch kein einziger traf ihn.
Die anderen Vimir waren geschockt doch würden sich dieser Krieger sicher nicht von einem kleinen Cimmerischen Jungen erschlagen lassen.
Während dessen die Vimir langsam die beiden Cimmerer einkreisten lachten Sie und spannten Ihre Bögen. Kein Risiko wollten Sie eingehen.
Doch was war das. Ein paar Reiter waren hinter einer der anderen Hügelkuppen hervorgekommen.
Reiter mit Speeren und Helmen worauf ein blauer Federnschmuck gesteckt war. Das Wappen auf Ihren Schildern und die Prunkhaften Rüstungen. Ganz sicher - es waren Aquilonier. So weit fern von Ihrer Heimat auf einem Feldzug oder einer Patrolie?

Die Reiter stürmten auf die Horde der Vimir zu als diese entdeckt wurden. Schnell wurden noch einige Pfeile von den Vimir auf Kadras und Madra abgeschossen.
Keldric spürte wie ihn ein Pfeil unter der rechten Schulter traf. Zwei weitere trafen seine Mutter. Einer steckte nun im Oberschenkel und ein weiterer in Ihrem Arm. Aber sie lebte noch ... sie lebte.
Danach versuchten noch einige der Vimir die aquilonische Patrolie mit Pfeilen zum stoppen zu bewegen, aber dies war offenbar aussichtslos. Wenig später wanten sich die Vimir zur Flucht.

Kadras verlor das Bewußtsein und konnte nicht mehr mit ansehen wie die Aquilonier ihre Speere warfen und einige der Vimir durchbohrten. Andere wurden niedergeritten und nur wenige entkamen den Lanzen der Aquilonier.
Kadras wie Madra wurden behutsam auf ein Pferd gehoben und weiter hinab in die Hochlande geführt. So gut es eben ging verbanden die Soldaten die Wunden der Cimmerer. Doch es stand nicht gut um Kadras und seine Mutter das wussten die Krieger.

... to be continue in Aquilonien

(Ich hoffe ihr wollt wissen wie es weiter geht)

Last edited by Kadras; 15th September 2011 at 15:31..
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Old 22nd July 2008, 11:51     Sheed is offline   #5
Sheed
Assassin Stygian


German server Aries PvP
Default

Bitte bitte mehr manchmal frag ich mich wieso einpaar RP-Spieler keine Romanschreiber werden!!

Mehr will mehr auch wenn ich auf einen PvP Server bin die Geschichte ist der HAMMER !!!

Weiter so !

lg
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Old 26th July 2008, 15:23     Kadras is offline   #6
Kadras
Conqueror Cimmerian

Nachtwind

German server Asgard PvP-RP
Default Die Reise nach Aquilonien

Kapitel 384 - Doe Reise nach Aquilonien

Der Alltag war für den jungen Cimmerier in Aquilonien nicht weniger Hart als in seiner rauen Heimat zuvor. Morgens besorgte Kadras das Wasser aus dem Brunnen und versorgte die Öfen mit Holz. Danach half er in der Küche bei der Essenszubereitung.

Beinah jeder Tag brachten neue Wunder für den jungen Cimmerier. Noch nie hatte er etwas vergleichbares wie die Aquädukte gesehen. Die gewaltigen Bauwerke welche die Wasserversorgung sicherstellten.
Die Bäder, welche mit Feuern erwärmt wurden, dass man sogar freiwillig ein Bad im Wasser nahm. Die sauberen Kammern der Villa mit ihren großen Räumen und bunten Stoffen aus stygischer Seide.
Niemals zuvor hatte Kadras so eine Pracht gesehen.
Sein neuer Lehnsherr und Ziehvater Arlousan war offensichtlich eine große Persönlichkeit in der kleinen Provinz Targamon. Seine Palastgleiche Villa, die vielen Bediensteten und die würde mit der er von Gästen angesprochen wurden erklärte dem Cimmerer in etwa die Stellung der dieser haben musste.
Arlousan war ein strenger aber ruhiger Mann. Er handelte Gewissenhaft bei all seinen Taten und war immer gut zu ihm gewesen. Kadras stellte die beiden Wassereimer kurz ab um zu verschnaufen und setzte sich auf einen der Wegbegrenzer aus hellen Sandstein. Er musste wieder zurückdenken an die Zeit als er zum ersten Mal Aquilonien betreten hatte, seine neue Heimat.

Der Fürst der nordischen Provins Targamon Arlousan führte damals persönlich einen Kontrollbesuch im nördlichsten Außenposten der Aquilonischen Armee durch. Oft machte der Fürst solche Ausflüge hieß es. Begleitet wurde er natürlich wie immer von seinen fünf Wächtern. Leibwächtern konnte man fast sagen, denn er wurde eigentlich nie irgendwo ohne diese Krieger gesehen.
Im Lager sollte ein großer Trubel geherscht haben als der Spähtrupp mit blutigen Speeren zurück kam und von den Jungen erzählt hatte, welcher sich alleine gegen ein halbes Duzend Vimir gewährt hatte nur um seine Mutter zu verteidigen. Der Junge, und nicht mehr war Kadras in wirklichkeit damals gewesen, hatte sogar einen großen Hühnen der Vimir erschlagen ehe die anderen Feiglinge Pfeile auf den Jungen abgefeuert hatten.
Die Geschichte wurde schon bald mit noch mehr heldenhaften Taten ausgeschmückt als dies es eh schon genügen müßte um einen jungen zu einen kleinen Helden zu erklären.
Die Mannen welche ihn und seine Mutter nun vor gut vier Jahren in das Lager brachten liessen sofort nach ihrem Kommadeur rufen. Aufgrund seines Besuches nahm Arlousan sich selbst den verletzten Cimmeriern an.
Sofort rief der Fürst nach seinem Leibarzt wie er es für jeden seiner Soldaten oder Dienern getan hätte wenn nicht er sondern ein anderer dessen Hilfe benötigte.
Während dessen Kadras nach bereits einem Tag aus seiner Ohnmacht erwachte, dann aber in einen langen unruhigen Schlaf viel hatte seine Mutter mit starken Fieberkrämpfen zu kämpfen.

Kadras erwachte nach einer qualvollen Nacht allein in einem Zelt, allein bei Fremden.
Wo war seine Mutter. Er lag auf einem Bett mitten in einem großen Raum und Decken und Lacken schienen wie der Bunte Himmel Stygiens auf ihm zu wirken, wenn man den Aussagen der Dorfältesten Glauben schenken konnte. Er wußte zu jenem Zeitpunkt noch nicht, dass es sich bei den großen Stangen im Raum um die Zeltstangen handelte, welche die Decken- wie Seitenplane stützten.

"Ah, seid ihr Wach?" - wisperte ein fragende Stimme eines alten Mannes hinter ihm. Der Mann wollte offensichtlich nicht zu Laut sein. Der Alte wollte ihn nicht wecken falls diese Drehung nur vom unruhigen Schlag her rührte.

Kadras wendete sich mittlerweile aufrecht sitzen erschrocken zum Mann herum.
"Oh, habt kein Sorge Junge, es geht Euch gut und ihr seid in Sicherheit." Der kleine Mann mit dem weißen Bart lächelte sanft.
Kadras versuchte noch gar nicht alles zu begreifen sondern fragte sogleich nach seiner Mutter,

Als der Alte seine Frage nicht sogleich beantwortete fuhr er den alten Mann an:"Wo ist sie?"

"Sie ist ... ", der Alte machte eine Pause, "ebene so in Sicherheit wie ihr." Der Mann erhob sich bei diesen Worten aus seinem geflochtenen Stuhl aus Korb.

Kadras schleuderte sogleich die Decke von sich und wollte aus den Bett springen, doch schneller als Möglich für einen so alten Mann, hatte der Alte seinen Gehstock in die höhe gerissen und presste das Griffende gegen die Brust des Cimmerers und drückte diesen mit einer Mischung von Sanft und Hard wieder hinab aufs Bett.

"Ihr müsst noch liegen bleiben, wenn Euch an eurem Leben etwas liegt mein Junge." befahl der Alte anhaltend sanfter Stimme.
Ich bin Calndrik und bin ein Gelehrter auch im Heilen der Wunden, doch mein Fürst hat Euch seinen Leibarzt an die Seite gestellt. Er kümmert sich um Eure Wunden. Ich werde nach ihm rufen lassen damit er eure Wunden und den Heilungsprozess nochmal inspizieren kann.

Kadras verstand nicht alles was der Mann sagte, zum einen waren diese Männer keine Menschen welche in den Bergen beheimatet war und einige Begriffe waren für den Jungen ebenso unbedeutend wie Kamelkot. Doch es war offensichtlich das er im Bett bleiben sollte bis noch jemand kam um nach ihm zu sehen..
Der Cimmerer war noch etwas schwach auf der Brust gewesen, dass musste der Junge sich eingestehen und so folgte er den Rat des Alten, auch wenn nur mit Widerwillen. Er wusste nicht ob sich seine Lage verschlimmert oder verbessert hatte. Kadras tat so als würde er der bitte Calndriks Folge leisten.
Während der Alte das Zelt verließ, sprang Kadras dennoch sogleich aus dem Bett. Ihm würde nie wieder jemand gefangen halten. Seine Beine waren tatsächlich noch sehr wackelig und er hatte Hunger und Durst, doch war dies nun für ihn nur Nebensache.
Zielstrebig hielt der Junge auf dem Zelteingang zu und schob vorsichtig seine Nase zwischen den großen Kordeln hindurch, welche wie ein Wandvorhang den Eingang verschlossen.

Er bemerkte das zwei Wachen mit diesen großen blauen Helmen und den Schuppenplatten als Rüstung draussen vor dem Eingang wache hielten. Also war er doch ein Gefangener! Ohne lange zu überlegen setzte er nur mit einer Unterhose bekleidet zu einem Sprint an und sprang zwischen den Kordeln hindurch und setzte zu einen Spurt an, welcher sogleich von einer riesigen Pranke unterbrochen wurde.

"Immer halblang mein Junge, wohinn soll es denn so schnell gehen." Eine Dritte Wache welche in der Nähe stand hatte ihn gepackt. Der Cimmerer strampelte wie besessen vermochte es aber nicht den Griff des weit aus stärkeren Erwachsenen zu lockern.

"Lass mich ich will zu meiner Mutter ..." schrie Kadras weiter wutentbrannt.
Wenig später war Calndrik wieder da in Begleitung von zwei weiteren Männern. Einen Mann in gold Schimmernder Rüstung gekleidet und mit blauer Seide umschlungen von einem Mantel und viel anderem Stoffen welche seine Rüstung schmückten. Daneben war ein weiterer Mann der wie Calndrik in weißen Roben gekleidet war.

Fürst Arlousan war es der zuerst das Wort ergriffen hat.
"Wohin sollte es den gehen junger Mann?" fragte der Fürst.
"Zu meiner Mutter!" erwiederte der Cimmerier knapp.
"Nun gut, bringt ihn zu seiner Mutter ... befahlt der Fürst."
"Aber Mylord, warf der Arzt ein, "ich denke nicht, dass es gut für den Jungen ist, wenn er in seinem jetzigen zustand..."
Der Fürst schnitt seinen leibarzt mit einer kurzen Handbewegung das Wort ab.

"Er ist stark genug, glaubt mir, bringt ihn zu seiner Mutter."
Die Auiloniern folgten natürlich den Befehlen ihres Lehnsherren. Wenig später befand sich Kadras an dem Krankenbett seiner fiebernden Mutter.
Calndrik hatte Kadras mit sanften Worten erklärt wie schlecht es um seine Mutter stand und das diese auch keinen weitertransport mehr überleben würde.
Der Cimmerer akzeptierte die Worte knapp mit einem kurzen Nicken. Tatsächlich war die Stirn seiner Mutter so heiß und ihr Zustand offensichtlich schlecht.

Der Junge presste kurz seinen Kopf an die Brust seiner Mutter, da öffnete die Frau nochma lihre Augen. "Mein Junge, lebe, lerne und kämpfe wenn Deine Zeit gekommen ist, ich bin stolz auf Dich. Diese Männer werden sich nun um Dich kümmern."
Bei den letzten Worten wanderte der Blick der schöbnen Cimmeriern hinüber zu Fürst Arlousan.

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Old 30th July 2008, 09:51     Kadras is offline   #7
Kadras
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Kapitel 385 - Abschied nehmen

Kadras hatte damals nicht bemerkt das der Fürst nickte. Er war erstaunt wie klar die Worte seiner Mutter waren.

Seine Mutter nahm ihn liebevoll in den Arm ehe sie in einen starken Fibertraum zurück fiel.
Kadras verstand in diesen Tagen das er großen Glück gehabt hatte und er den Vimir entkommen war, aber er wußte auch das diese Freiheit seiner Mutter das leben gekostet hatte. Sie würde nicht wieder aufwachen.
Er wurde umsorgt und nicht behandelt wie ein Gefangener. Er musste sich einstweilen an den Aquilonischen Akzent gewöhnen. Doch dies gelang ihm schnell da die Wörter der Auilonier deren der Cimmerier sehr ähnlich waren.
Kadras ass und trank und seine Stärke kehrte schnell wieder in seine Glieder zurück. Auilonische Fürst Arlousan führte seine Mannen nicht wie ursprünglich beabsichtigt einen Tag später wieder die Hügel hinab bis zum Meer. Auch wenn es keine Hoffnung für Madra gab so wollte der Aquilonier doch keinen Versuch auslassen das leben von Kadras Mutter zu retten.

Die Tage im Lager strichen dahin und Kadras durfte sich frei bewegen. Aber niemals wollte er das Bett seiner Mutter länger als eine Stunde aus den Augen lassen. Auch eine liege wurde ihm schon bald neben seiner Mutter aufgebaut damit er hier schlafen konnte.

Kadras belauschte ein Gespräch der Späher welche davon berichteten das die Vimir und Vanir sich wohl zusammen geschlossen haben und einen Rachefeldzug gegen die Aquilonier geplant haben.

Doch von den Kämpfen welche in jenem Tagen weit vom Lager entfernt ausgetragen wurden bekam der Cimmerer noch nicht viel mit. Mit allen Tricks hatte Arlousan die Ordnung in den reihen der Vanir immer wieder zerschlagen und kleinere Überfälle sorgten dafür das die Vimir ihre Kräfte nicht wirklich mit den Vanir vereinen konnten.

Die Berater des Fürsten hatten diesen den Rückzug empfohlen, doch dieser blieb. Für Kadras uns seine Mutter in Cimmerien. Kadras war dem Mann viel Dankbarkeit schuldig, dass wusste der Cimmerer heute, und denoch in jeden Tagen war alles nebensächlich. Seine Mutter war gestorben, einfach Nachts eingeschlafen und nicht wieder aufgewacht.

Kadras wollte sich keine Zeit für Trauer gönnen, seine Mine wurde Steif. Calndrik erläuterte dem Jungen das nun die Zeit gekommen sei aufzubrechen und dieses Land zu verlassen, er sollte ihnen anschließen.

Der Fürst erklärte Kadras wenig später das sie die Vanir und Vimir nicht länger aufhalten können. Die Stämme haben sich verbündet und sie müssten nun wirklich aufbrechen. Aber er sollte mitkommen, zum einen weil seine Mutter darum gebeten hatte das er sich kümmern sollte aber zum anderen versprach er den Cimmerer ihm auch den Kampf zu erläutern damit er eines Tages zurück kehren könne um sich zu rächen. Kadras nickte Knapp als er vom Fürsten eines der zwei Schwerter, das Kurzschwert in Empfang nahm. Die Rückreise zum Boot wird gefährlich werden, vieleicht wirst du es brauchen Junge.

Wie ist dein Name Junge? fragte Arlousan.
Kadras zögerte ehe er aufblickte uns mit fester Stimme seinen Namen sagte: "Kadras, nennt mich Kadras!" Mit diesen Worten nahm der Junge die Klinge entgegen.


Wenige Stunden später war das ganze lager abgebaut und die Aquilonier brachen auf.
Während dessen die Hügel sich immer sanfter und länger dahinzogen erblickte Kadras zum ersten Mal das Ufer des Meeres. Hier war bekanntlich das Ende der Welt, doch der Alte Calndirk welcher sich in jenen Tagen oft und viel mit dem Cimmerer unterhielt erläuterte diesem das dies erst der Anfang der restlichen Welt sei.

An den Botten angekommen wurden sie jedoch von einem Stosstrupp der Vanir eingeholt. Es gab eine Blutige Schlacht. Es war eine Rückzugschlacht, es ging nur darum die Boote sicher zu erreichen.

Kadras war einer der ersten welche von der zurückgebliebenen Bootsbesatzung verwundert in Empfang genommen wurde. Die Anker wurden gelichtet und die Boote wurden von den Sandbänken herunter zurück hinab inst tiefblaue Wasser geschoben.

Kadras sah wie die militärische Schlachtordnung der Auilonier in Form einer Phalanx beinah mühelos den unkoordinierten Angriffen der Vanir stand hielt. Erste Pilums flogen und durchborten die heranstürmenden. Auf die langen Speere der Soldaten kannten die Nordländer keine passende Antwort und so bohrten sich die Spitzen der langen Speere in das Fleisch der Vanir und Vimir.

Die Vanir ließen schon nach mit Ihren Angriffen da ihre Verluste weit aus höher waren als die der wenigen Aquilonier. Die Soldaten hatten Ihren Rückzug nun relativ unbescholten bis zu Ihrem Boot vollzogen. Die Boote der Aquilonier lagen stolz in der Brandung. Einige Palisaden waren zu erkennen und Bogenschütze begrüßten die Vanir während dessen sie ihren Freunden Deckng booten.

Kadras erreichte mit Calndrik und einigen wenigen vom Stab des Fürsten als einer der ersten die Flotte. Schnell spurtete er das schmale Brett hinauf aufs Schiff. Nun beobachtete er das Spektakel leicht erhöht Neugierig und mit Genugtuung die ihres gleichen suchte. Sollten all diese räudigen Hunde sterben.

Auch wenn die Soldaten mit Ihren Rüstungen und ihren Formationen den Angreifern weit überlegen waren, so waren sie diesen dennoch weit in der Unterzahl - registrierte der Cimmerier.
Während dessen sich wohl die Augen seiner Begleiter an Board ebenso auf das Geschehen vor ihnen am Strand konzentrierten ist es den Wachen offensichtlich entgangen das einer der Vanir bereits an der Außenboardswand des kleinen Schiffes empor geklätert war.

Mit seiner Axt hieb der Vanir nach den erstbesten Aquilonier an Bord. Tief bohrte sich die Schartige Axtklinge in den Hals eines Opfers. Die Wachen drehten sich erschrocken um und Verteidigten sich gegen die Vanir. Dies war nicht der einzige, welcher an der Außenwand empor geklettert war.
Kadras erblickte ein Hand an der Rehling. Blitzschnell schaltete der Junge. Die Aquilonier benutzten den Aufgang an der Strandseite, dies war kein Aquilonier. Er hieb mit den Kurzschwert auf die Hand und die scharfe Klinge bohrte sich zwischen Zeigefinger und Mittelfinger des Vanir, durchtrennte aber auch die Handfläche und den zugehörigen Knochen. Unter einem qualvollen Aufschrei stürzte der Vanir wieder hinab ins Wasser.

Die Vanir hatten den Jungen bisher nicht beachtet und immer noch völlig unterschätzt. Von einen Wahn getrieben welches kadras bisher selbst noch nicht bei sich kannte zog er die Klinge wieder aus dem Holz und stürmte mit dem Kurzschwert vor seiner Brust voraus auf einen weiteren Vanir zu. Dieser konnte sich noch rechtzeitig von seinem Aquilonischen Opfer abwenden ehe die Klinge des Cimmerers seinen Buch durchstach und an der Rückseite des Mannes wieder hervorstiess. Dem Vanir bluberten noch einige Blutblässchen von den Lippe ehe seine erstaunten Augen leblos wurden.

Zwei weitere der Vanir wollten den Jungen dafür mit dem Tode strafen aber da hatte sie auch schon ihr schicksal in der Form eines aquilonischen Stossspeers ereilt. Während dessen die Aquilonier vom Strand weiter zurück auf das Boot strömten, sprangen die noch wenigen überlebenden Vanir wieder zurück in die Fluten. Die Männer an Board jagten ihnen noch einige gut gezielte Schüsse hinterher. Doch die Ziele waren klein und unter Wasser verloren die Pfeile sofort an Wirkung.

Die Rückzugsschlacht war vorbei und Kadras war mit seinem Opfer zusammen zu Boden gegangen. Ein Aquilonier rollte den Vanir zur Seite und half dem Jungen auf die Beine. Mit einem anerkennenden Nicken zog der Wächter das Kurzschwert aus dem Lieb des vanir und reichte sie wieder dem Cimmerier. "Zu Diensten." Der Aquilonier nickte dem Cimmerer anerkennend zu. Kadras realisierte nun erst, das er dem Mann wahrscheinlich das leben gerettet hatte, auch wenn dies nicht unbedingt sein vorrangiges Ziel gewesen war.
Das Boot stach in See und diese Reise war für den jungen Kadras eine Reise in eine andere Welt. In sein neues Leben.

to be continue ...

Last edited by Kadras; 15th September 2011 at 15:39..
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Old 8th August 2008, 10:27     Kadras is offline   #8
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An dieser Stelle möchte ich mich nochmal vielmals für Eurer Feedback bedanken.

Sheed und Lodana - danke.

Nichts ist großartiger für einen möchtegernschreiber wenn jemand seine Geschichte liest und dies in Form eines kurzen ... *abc* auch zeigt.

Bei allen anderen Klicks hat man immer das Gefühl da hat sich nur wer verklickt und die Geschichte nicht mal gelesen (auch wenn dem ja gott sei dank nicht immer der Fall sein muss).

Aber natürlich noch schöner ist hier positives Feedback - aber ich freue mich auch über Konstruktive Kritik wobei ich mir meiner größen Schwäche (Lese/Rechtschreibschwäche - welche durchaus oft am Lesespass hinderlich ist durchaus bewußt.

Also gebt ruhig weiter Feedback, ich für meinen Teil arbeite bereits an dem Nächsten Teil und habe einen Stroyplott bereits über viele Seiten im Kopf - das schwierige ist neben Arbeit, Familie und Spielzeit - InGame das auch wirklich mal auf Papier zu bringen.

Gruß,
Kadras
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Old 11th August 2008, 08:38     Kadras is offline   #9
Kadras
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Kapitel 386 - Aquilonien

Arlousan van Dornium war einer der Reichsten unter den Reichen Aquiloniens. Der Fürst nannte eine beeindruckende Villa sein eigen und regierte über einen schönen Landstrich im Nordwesten Aquiloniens die Provinz "Targamon".

Die Provinz hatte zufriedene Bewohner und eine ruhige Geschichte. Die Lehnsherren der vergangenen Jahre hatten wenig Leid zu beklagen. ´Der Landstrich blieb größten Teils von den Kriegen des Reiches verschont und die Angehörigen der Familie van Dornium waren immer gut zu Ihren Landsmännern gewesen.
Fürst Arlousan war ebenso wie seine Vorfahren oft und viel auf reisen. Nur wenige der Hochgeborenen Aquiloiens waren so viel unterwegs wie die Familie der van Dorniums. Vieleicht stammt der Reichtum der Familie daher, doch niemand vermochte die wahre Herkunft zu beurteilen.
Welche Aquilonier ausser diejenigen der Handelszunft pflegten den auch Kontakt zu den Bewohnern Stygiens? Arlousan tat dies offensichtlich. Man munkelte das der einstweilen sogar vom König entsannt wurde um einige wichtige Diplomatische Angelegenheiten in Khemi zu klären.
Die Vorteile dieser Beziehungen machten sich in der Bibliothek oder anhand der stygischen Lehrmeister sichtbar welche in Targamon am Hoffe des Fürsten zu finden waren. Das Wissen Aquiloniens ist groß!" Pflegte der Fürst zu sagen. "Das Wissen in Hyborien ist gigantisch."
Dieses ist eine philosophische Einstellung welche nicht viele Aquilonier mit ihm teilten und doch machte gerade dieser feine Unterschied den Fürsten aus.
Seine Neugier trieb ihn auch immer wieder in die Kälte des Nordens und Westens. Er übernahm mit vielen Schiffen Expiditionen nach Cimmerien. Von dieser letzten Expedition waren nicht alle seine Männer wieder zurück gekehrt und denoch war ein Neuer in ihren Reihen auf dem Rückweg mit dabei.
Dieser Cimmerische Junge hatte sich bereits einen Namen gemacht schmunzelte der Lord als er unter Deck in seiner Koje über die Zukunft des Jungen nachdachte. Er hatte seine Mutter verloren und seine Heimat hinter sich gelassen und der Junge hatte Mut. Letztendlich auch den Mut ihm hierher nach Aquilonien zu folgen. Er würde den Jungen ausbilden. Vieleicht würde dieser Kadras später nochmal zu etwas nützlich sein wozu es von Vorteil ist, wenn man keine Fesseln mehr zur Familie und Heimat hat.
Der Junge Kadras war höflich und zurückhaltend. Höflich zwar nicht verglichen mit den Benimmregeln der Aquilonier aber denoch abwartend hilfsbereit, was für einen Cimmerer sicherlich als höflich gelten würde.
Der Fürst mochte den Jungen, hatte seine bereits verstorbene Frau ihm doch keinen eigenen Sohn geschenkt, dafür aber einige wunderschöne Töchter. Er hatte niemals einen Sohn vermisst und dennoch war dies eine neue Erfahrung für Arlousan gewesen. Bevor er sich versag merkte er mehr und mehr das er diesen Cimmerer mittlerweile wie eines seiner eigenen Kinder behandelte. Doch dies störte ihn nur wenig - konnte er sich doch solchen Luxus leisten wie die Zivilisierung eines Barbaren.
Tatsächlich stellte sich heraus das der Junge schnell lernte und sehr wissbegierig war. Für seinen Geschmack dachte der Cimmerer zwar immer noch zu viel mit dem Arm als mit dem Kopf, aber dieser sture Dickschädel war durchaus zu einer gewissen Intelligenz fähig. Beeindruckend sogar das der Junge nach kurzer Zeit bereits einige Mathematische Aufgaben zu lösen vermochte an denen andere Adelige in den Hallen der Weisen scheiterten.

Zwei Jahre waren mittlerweile vergangen seid dem er zum ersten Mal einen Fuss auf Aquilonischen Boden gesetzt hatte.
Der Mensch gewöhnte sich an alles. Kadras hatte sich bereits an das heiße Wetter, das andere Essen und seinen neuen Aufgaben gewöhnt. Er begann Targamon mittlerweile als sein Zuhause anzusehen.
Kadras mochte zwei Personen in seiner neuen Heimat besonders. Einmal den alten Calndrik seinen Lehrmeister und natürlich auch den Fürsten Arlousan zu dem er Aufsah. Auch wenn Kadras mit dem Fürsten nur wenige Worte wechseln durfte und wenn sich dafür auch nur wenig Gelegenheit bot, so wusste der junge Mann gut was der Fürst alles für Ihn getan hatte. Targamon war seine neue Heimat geworden. Oft dachte der Cimmerer an seine alte Heimat zurück, doch noch war nicht die Zeit für seine blutige Rückkehr gekommen. Sehnsüchtig fieberte er den Schwertkampfstunden entgegen und eine große Liebe entdeckte er zu den Taktika Stunden.
Oftmals wurden in den weißen Hallen mit großen Marmorhallen und den weißen Stufen mehrere Kinder gleichzeitig unterrichtet. Falls Verwandte oder Freunde des Fürsten zugegen waren. Oft erntete sich der Cimmerer böse Blicke wenn er die aquilonischen Adeligen bereits jetzt mit seinen Wissen in der Kriegskunst in den Schatten stellte. Aber dafür plagte ihm immer die Stunden mit Feder und Papyrus. Wie er das schreiben hasste. Das Lesen war auch nicht seine Vorliebe gewesen und dennoch entdeckte er schon bald die Vorzüge dieser Kunst und entwickelte eine Vorliebe für ferne Länder.
Stygiens, Kytai und besonders die Sagen des Untergeganenen Atlantis nur die Dichtkunst hielt er denoch für verschwendete Liebesmüh. Aber er verstand ihren Sinn darin den Frauen schöne Worte zu machen. Zumal er langsam in dem Alter war - indem Frauen eine besondere Wirkung auf ihn hatten.
Natürlich war er den blutsgeborenen Kindern der Familie van Dornium in vielen Belangen hinten angestellt. Doch es gab weit aus schlimmere Schicksale. Nein wirklich ein besseres Los hätte der Cimmerer nicht ziehen können. Er musste Arbeiten und Schlafen wie einer der Diener, doch durfte er essen und lernen wie ein Fürst.
Er fing an sein neues Leben zu genießen und auch wenn er seinen eigentlichen Namen seines Cimmerischen Clans den Darken ablegte so tat er dies nur in seiner Namensgebung und niemals in seinem Herzen.

Als Kadras in etwa sein dreizehntes Lebensjahr erreichte. Er hatte nun dreizehn Sommer in Hyborien erblickt. An seinen genauen Geburtstag, einem Tag im Kalender, so wie die Aquilonier ihren pflegten konnte sich der Cimmerer nie gewöhnen. Seine neue Familie nahm seinen Ankunftstag in Aquilonien als Messmarke seines Alters und feierte jedes Jahr für Kadras ein Fest an dem Tag als er Targamon zum ersten Mal betreten hatte.
Es waren herzliche Menschen, diese Aquilonier in der kleinen Probinz Targamon.
Der Cimmerer erinnerte sich noch an den richtigen Zeitraum seines Geburtstags. Die Sonne stand hoch oben und spendete immer viel Wärme. Die blauen Zirzen blühten wenn seine Eltern seinen Jahrestag feierten. Die Frauen pflückten die Blumen immer gerne und banden sie zu wunderschönen Straßen zusammen.
Für den Barbarenjunge war es dennoch immer nur ein Tag. Die aquilonischen Sitten waren ihn immer noch Fremd auch wenn er begann sich an vieles zu gewöhnen was er zuvor nicht kannte.
An diesem Tag sollte er Laurelin wiedersehen und es sollte sich vieles für den Jungen ändern.
Mit diesem alter begann zum ersten Mal das Gefühl der Liebe in ihn aufzusteigen. Er mußte sich erst daran gewöhnen. Doch es war kein unangenehmes Gefühl.
Besonders stark spürte der Barbar wie er sich zu der Tochter des Fürsten hingezogen fühlte. Immer wenn er Sie begegnete war er nicht mehr so gleichgültig an ihrer Gegenwart interessiert. Er benahm sich dann oft unbeholfen fürchtete er und seine Zunge konnte nicht frei sprechen.
Laurelin van Dornium war etwa ein Sommer älter als der Barbar aber schöner als der Sommer in seiner alten Heimat wenn der Tau die Schneeschmelze einsetzte.
Ab und an war den beiden gestattet miteinander zu verkehren. Sie spielten dann zusammen oder begannen miteinander zu turteln. Laurelin schien die Gegenwart des Jungen ebenso zu genießen wie dieser die ihre.
Doch als die Diener des Fürsten das vermehrte Lachen der beiden heranwachsenden vernahmen muss es wohl jemand den Erziehern herangetragen haben. Jedenfalls war seid jenem Tag immer neue Aufgaben für Kadras an. Auch Laurelin schien stark beschäftigt zu sein. Oft musste sie verreisen. Auch wenn Kadras das schöne Mädchen nur schwer vergessen konnte, so rückte es dennoch schon bald wieder in weite Ferne.

Last edited by Kadras; 15th September 2011 at 15:35..
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Old 15th August 2008, 12:20     Kadras is offline   #10
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Kapitel 387

Kadras begann den Umgang mit dem Speer zu erlernen und auch mit dem Schwert konnte der Junge gut umgehen. Sein Lehrmeister hatte bereits den Fürsten unterrichtet hieß es. Die Holzschwerter hinterließen dutzende Schwellungen und blaue Flecke. Das ein oder andere Mal zeugte auch etwas Blut davon, dass sein Gegenüber ihm immer noch deutlich überlegen war. Doch der Abstand schmolz Tag für Tag dahin. Irgendwann würde Kadras seinen Lehrmeister besiegen. Er müsste nur lange genug weiter üben.
Im Frühling gab es immer ein Wettstreit in Targamon. Auf dem großen Sandplatz im Hafen fanden sich unzählige mutige Kämpfer zusammen. Alle nur mit Holzspeer, Holzschwert und Holzschild bewaffnet. Die Klingen waren Stumpf und dennoch war ein solcher Kampf gefährlich.
Die Regeln waren einfach.

Zuerst die jüngsten welche am Wettkampf teilnehmen wollten kämpften gegeneinander. Hatte man seinen Gegner besiegt kämpfte man gegen den nächst älterem Sieger des anderen Wettkampfs.

An jeden Tag lernte er den Jungen aus der Taktika Stunde Glorianus zum ersten Mal als Feind kennen.

Glorianus war etwa zwei Sommer älter als Kadras und war ein Reicher Sohn eines verwandten des Fürsten. Glorianus war gut im Unterricht und auch gut mit dem Schwert. Doch konnte sich der Aquilonier bereits damals nicht mit Kadras messen.

Kadras war nicht bewusst was Laurelin im letzten Jahr getan hatte außer weiter an ihre Künsten und Schriftrollen zu studieren. Doch sah wie Laurelin und Glorianus sich offensichtlich fröhlich miteinander unterhalten durften - während dessen ihm dies verwehrt wurde.

Natürlich entfachte dies seinen Zorn. Zumal er Laurelin grüßte und zu ihr eilen wollte als er sie sah. Zu jenem Moment war es ihm noch unwichtig das Glorianius gerade mit ihr sprach. Er hatte nichts gegen den braun gebrannten stolzen Jungen.

Doch als einer der Diener Glorianius sich zwischen ihm und seinem Ziel stellte begann der Junge zu verstehen. Er war hier nicht erwünscht.

Seine Wut konnte sich Kadras für seinen dritten Kampf aufsparen. Denn Glorianus war sein nächster Gegner. Sie trafen sich also in dem Kreis, welchen die Zuschauer für die Kämpfenden aus Ihrer Masse geformt hatten. Mittlerweile erstaunt darüber wie weit der dreizehnjährige Cimmerer bereits gekommen war. Doch Glorianus galt als klarer Favorit.
Zu Unrecht wie sich herausstellte. Kadras ließ sein Speer fallen und wehrte den Speerwurf seines Gegners mühelos mit seinem Holzschild ab.
Dann lies Kadras auch sein Holzschild fallen. Der Cimmerer wußte das Aufgrund des Alters sein Gegner noch über mehr Körperstärke verfügen mußte. Wollte er den starken Schlägen seines Widersachers parieren musste er seine etwa 70 cm lange Holzklinge mit beiden Händenführen. Kadras kämpfte mit seinem Schwert instinktiv wie mit einem Zweihandschwert.
Man hörte seinen Lehrmeister aufgeregt flüstern, da dieser ihm doch diesen Kampfstyle niemals beigebracht hatte.
Kadras schlich wie eine Katze um seinen Gegner herum. Glorianus schien den rechten Augenblick abzuwarten. Dann Urplötzlich schoss der Aquilonier nach vorne um nach Kadras mit seinem Holzschwert zu stechen. Kadras wich dem stoss beinah mühelos aus, da er diesen Angriff provoziert und erwartet hatte. Mit unheimlichen Geschick tauchte der Cimmerer unter dem Schild seines Angreifers unter hindurch und schlug mit beiden Händen und aller Kraft auf den nun ungeschützten Schildarm seines Gegners ein.
Gloranius schrief auf und musste seinen Schild fallen lassen. Sein Arm war hart getroffen wenn nicht gebrochen. Beinah benommen wendete sich der Getroffene um und schlug hilflos nach seinem Feind.
Vergebens. Kadras hatte den Aquilonier bereits erneut umrundet und schlug nun von hinten auf eines der beiden Beine des Aquiloniers ein. Gloranius knickte weg und brach zusammen. Kadras nutze die Gelegenheit Gloranius das Schwert aus der Hand zu schlagen. Man hörte das Brechen von Knochen als Kadras sein Holzschwert mit solch einer Geschwindigkeit und Kraft geschlagen wurde, wie man sie einem dreizehnjährigen Kind nicht zutrauen vermochte. Doch es war so.
Gloranius schrie auf als ihn der Schlag traf und krümmte sich am Boden. Kadras registrierte zufrieden die Schmerzen seines Feindes und das dieser seine letzte Waffe seinen letzten Schutz fallen lassen musste. Kadras wollte nachhacken aber einer der Wachen schritt ein und erklärte den Kampf für beendet.
Zur Überraschung aller gewann Kadras sogar noch einen Kampf gegen einen sechzehnjährigen welcher bereits in der Miliz diente. Doch der Nächste Mann wies Kadras wieder in seiner Schranken.

An diesem Tag hatte sich Kadras einen neuen Feind geboren. Doch der Tag hatte bis auf seine Kämpferischen erfolge auch noch was Gutes. Die ganze Zeit strahlten Laurelins Augen ihn an. Er spürte ihren Blick auf seiner Haut wie die Strahlen der Sonne.
Doch das Leben sollte für Kadras nicht so einfach bleiben. Mit der bekanntschaft mit Gloranius machte er indirekt zum ersten Mal in seinem Leben den Kontakt mit der Politik und musste beginnen Diplomatischer zu denken.

-

Kadras seine Sommer und damit seine Jugend zog schnell dahin. Er ´lernte viele Dinge kennen doch war dies erst die Jugend seines neuen Lebens. So vieles würde sich noch ändern.

Arlousan hatte sich in sein Turmzimmer zurückgezogen. Hinter einer dicken verschlossenen Eichentür erhellte nur eine einsame Kerze den Raum.
Die wenigen Fenster waren mit grünen Gardinen verhangen. Draussen hatten die Sterne ihren Anspruch am Himmel behauptet.

Bei Ihm war nur Calndrik sein Berater und Leibarzt.
"Alter Freund, gesegneter Mitras erzählt was haltet Ihr von dem Jungen? Ich bin mir nicht mehr sicher ob ich heute noch dasselbe mit ihm vorhabe weshalb ich ihn damals überhaupt mitgenommen habe." Arlousans Augen sahen Müde und erschöpft aus, aber die Stimme des Fürsten klang hart und scharf wie eh und je.

"Mein Meister." Calndrik neige nur kurz erhfürchtig seinen Kopf als sei diese Ehrerbietung eher eine Art Zeremonie als pure Höflichkeit.
"Der Junge ist derselbe wie vor zwei Jahren als Ihr Euch seiner angenommen habt. Wie damals denke ich, ihr habt aus den richtigen Motiven heraus entschieden. Eure Entscheidung wird sich als gute für den Nachtind herausstellen da bin ich mir gewiss. Ich spüre der Junge wird den Orden zu einer neuen Stärke verleihen. Der Orden scheint mir Träge geworden zu sein. Wir müssen obacht geben das wir nicht versäumen unsere Pflichten zu erfüllen."

Arlousan nickte. Er wußte nicht ob Calndrik die leichte Kopfbewegung überhaupt in den langen Schatten wahrnehmen konnte.
"Ich stimme Euch zu Calndrik. Der Junge hat Talent. Wir sollten ihn auf seine Aufgabe im Orden vorbereiten."

Calndrik erhob sich. "Jawohl mein Fürst!"
Dann verbeugt sich der alte Mann mit weißen Haaren und mit dem dichten Bart vor seinen Gildenmeister.
Der Nachtwind würde brauchte alle Jahrzehnte neue Anführer und man konnte nicht früh genug anfangen seine Nachfolge zu regeln. Der Orden durfte nur von jemand geführt werden der keine Bürde trug. Keine Verwurzlung zu Heimat und Familie mehr hatte. Dies passte auf Kadras nur zu gut und seine Talente im Kampf und ebenso in der Lehre haben ihn mehrfach dafür ausgezeichnet auch über andere Qualitäten als die eines Waisen zu verfügen.



Mit dem erreichen seines vierzehnten Lebensjahr sollte der Cimmerer endlich die ewigen Sandwüsten Stygien kennen lernen endschieden unter dessen Fürst Arlousan und Calndrik in dieser Besprechung.

Die Zukunft des Jungen wurde endscheiden...

Last edited by Kadras; 17th April 2012 at 11:22..
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