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9th August 2008, 22:28
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#1
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Mitra PvE
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Die Arten des Rollenspiel - Der Versuch eines Leitfadens
Die Arten des Rollenspiels
Der Versuch eines Leitfadens
Viele Leute denken immernoch, Rollenspiel bestünde allein daraus, gemütlich um ein Lagerfeuer oder in einer Taverne zu sitzen und sich über Gott und die Welt zu unterhalten. Ich dachte, ich schreib mal auf, wie die verschiedenen Formen des Rollenspiels so aussehen. Natürlich fließt meine eigene Meinung da unweigerlich mit ein, daher ist der Post subjektiv zu sehen, andere sehen das etwas anders als ich.
Mal ganz abgesehen davon, dass eigentlich jeder der ein Rollenspiel spielt, dauerhaft rollenspielt (das liegt in der Natur der Sache) beziehe ich mich hier auf das Rollenspiel im Sinne des Ausspielens einer Rolle, wie es auf RP-Servern praktiziert wird.
Quote:
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Originally Posted by Sluipmoordenaar
RP [kann] um einiges vielseitiger sein als das hier vorgestellte. Es ist nicht immer nur eines oder wegen mir auch eine Kombination der [...] genannten Sachen...
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Ergänzungen und Erweiterungen erwünscht.
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Last edited by Sirja; 10th August 2008 at 06:40..
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9th August 2008, 22:29
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#2
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Mitra PvE
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Lagerfeuer- und Tavernen-RP
Fangen wir mit der 'bekanntesten' Form des Rollenspiels an. Man sitzt im Spiel um ein Lagerfeuer, am Strand oder in einer Taverne und tut nichts als sich zu unterhalten. Sicherlich kann es dort zu interessanten Gesprächen kommen, aber das wirklich interessante an dieser Art des Rollenspiels ist eher, was aus eben diesen Gesprächen entstehen kann. So unterhält man sich in einer Taverne nicht nur über das Wetter und die knackigen Ärsche der Stygierinnen am Nebentisch, sondern erledigt Geschäfte, reflektiert das Erlebte, schließt Bündnisse oder streitet sich auch schonmal. Als Einstieg oder Ausklang für eine interessante RP-Situation bietet sich diese Form recht gut an.
So kann aus einem Gespräch eine handfeste Schlägerei, ein Ausflug irgendwohin, ein Bündnis oder gar ein Gildenkrieg entstehen. Die Themen sind dabei so facettenreich wie das Leben selbst, es gibt praktisch nichts, was es nicht gibt, solange es in die Welt passt. Ein aquilonischer Krieger wird sich sicher nicht über Fußball unterhalten aber über die Qualität seines Schwertes und wie gut es durch Piktenfleisch schneidet. Vielleicht will sein Gegenüber sich selbst davon überzeugen und sie machen sich auf Piktenjagd...
Situations-RP (Dungeons, PvP, etc.)
In Dungeons (oder Instanzen) oder beim PvP ist es oft schwierig, in der Rolle zu bleiben, weil es manchmal auf schnelles Handeln und Reaktionen ankommt. Das heißt aber nicht, dass man völlig ins OOC verfallen muss. Man kann sich inCharakter überlegen, wie man den nächsten Gegner angeht und im Kampf vielleicht ein Script mit einem entsprechenden Spruch raushauen. Im PvP kommt es eher darauf an, wie die Situation beginnt und wie sie endet. Eine PvP-Situation auf einem RP-Server sollte eigentlich auch immer einen RP-Auslöser haben, auch wenn das oft vernachlässigt wird. Eine Schlacht, die aus einem Gildenkrieg entsteht, eine Schlägerei wegen einer Frau oder einem Streit, all solche Dinge sind PvP-Situationen, die durch Rollenspiel herbeigeführt wurden.
Zum beenden einer solchen Situation kann man ebenfalls mit Emotes etwas Atmosphäre schaffen, indem man die Leiche des Gegners (gleich ob ein PvP- oder PvE-Gegner) durchsucht oder ein kleines Zeichen hinterlässt, wie es manche Assassinen machen. Vielleicht muss sich ein Charakter auch übergeben, weil er kein Blut sehen kann. So handeln, wie es zur Situation passen würde, so, wie der Charakter sich verhalten würde, das ist Situations-RP. Dazu gehört natürlich nicht nur das Verhalten beim PvP und in Dungeons, sondern gilt das in generell jeder Situation. Ich beschränke es hier nur darauf, um besser differenzieren zu können und bitte, das zu entschuldigen.
Alltags-RP
Unter Alltags-Rollenspiel versteht man das, was der Charakter alltäglich macht. Dinge, die selbstverständlich sind, wie etwas essen oder mal auf Toilette gehen. Vielleicht geht er einem Handwerk nach oder erledigt eine andere Arbeit, erstattet jemandem Bericht oder hält eine Rede, um für eine Gemeinschaft zu werben. Oder einfach mal mit dem NPC über die Preise für die Überfahrt nach Khemi diskutieren und handeln. Es gibt eine Menge Möglichkeiten für Alltags-RP, das sich meist auf wenige Minuten beschränkt, die Welt aber lebendiger macht und anderen die Möglichkeit gibt, darauf einzusteigen und so neue RP-Situationen zu schaffen. Diese Art des RPs ist recht eintönig, da meist wieder und wieder das selbe ausgespielt wird, bietet aber wie auch das Lagerfeuer-/Tavernen-RP die Möglichkeit, neue Situationen zu erschaffen.
Zum Alltags-RP zählen auch Charaktere, die einer Arbeit virtuell nachgehen und beispielsweise eine Taverne leiten oder die Stadtwache verkörpern. Wenig von dem, was sie dort erleben, geschieht jeden Tag, aber der Charakter tut täglich dasselbe, nämlich Gäste bedienen, die Taverne sauberhalten bzw. Leute in der Stadt zu ermahnen, langsamer zu reiten oder für Ordnung zu sorgen und Konflikte zu lösen.
Erotisches und CyberSex-RP
Manche Charaktere nutzen ihre sexuellen Reize, um ihre Ziele zu erreichen. Manche werden auch als Konkurbinen (Lustmädchen) gespielt und andere haben einfach einen anziehenden Partner gefunden und wollen das ausspielen. Prinzipiell spricht nichts dagegen, Geschlechtsverkehr und körperliche Liebe in einem Spiel ab 18 voll auszuspielen (mithilfe von Emotes) allerdings sollte, wie im wahren Leben auch, alles auf gegenseitigem Einverständnis geschehen. Es gibt Charaktere, die Sklaven darstellen, was von deren Herren sicherlich auch schonmal in sexueller Hinsicht ausgenutzt wird. Aber es gilt nicht nur abzuklären, wie weit man mit den eigentlichen Handlungen gehen kann...
Wichtig ist auch, zu klären, wie detailliert solche Situationen dargestellt werden sollen. Einige Spieler bleiben bei sexuellen Handlungen lieber oberflächlich und umschreiben alles, andere beschreiben bis in's Detail jede Körperregung und -region. Auch hier gilt: Erlaubt ist, was allen Beteiligten gefällt, solange es nicht in die Perversion abrutscht oder gegen bestehende Gesetze verstößt (z.B. das Ausspielen von Pädophilie).
Pseudo-RP
Wer eigentlich eine ganz andere Absicht hat als eine RP-Situation herbeizuführen, dennoch aber versucht das Ganze in Rollenspiel zu verpacken, aus welchem Grund auch immer, praktiziert sogenanntes Pseudo-RP. Das zeichnet sich durch wenige Interaktions-Möglichkeiten oder ein unvermeidbares Ende aus und ist meist sehr kurz und knapp gehalten. Oftmals wird Pseudo-RP genutzt, um eine Ausrede für Aktionen wie PvP-Angriffe oder das Ausnutzen der Spielmechanik zu bekommen. Diese Art des RPs sollte tunlichst vermieden werden, da es niemand mag, der wirkliches Interesse am Rollenspiel hat.
Plot-RP
Diese Art des Rollenspiels läuft nach einem vorher festgelegten Handlungsstrang ab und erlaubt nur wenig Eigeninitiative der teilnehmenden Charaktere. Das Ende der Situation bzw. des Plots steht von vornherein fest, der Verlauf oftmals ebenfalls. Ich persönlich finde Plot-RP äusserst langweilig und es erinnert mich eher an eine Theateraufführung denn an Rollenspiel.
Häufig werden bei Plots Spieler, die nicht von Anfang an eingeplant waren, ignoriert und ausgeschlossen, sodass es keine Möglichkeit für andere gibt, einzugreifen. Es kann genutzt werden, um beispielsweise erklären und ausspielen zu können, wie jemand in eine Gilde kommt oder um eine bestimmte Situation herbeizuführen. Plot-RP ist dabei meist sehr unflexibel. Allerdings gibt es auch Plot-RP, das dort eingesetzt wird, wo es nicht anders geht, beispielsweise wenn inGame ein Theaterstück aufgeführt wird. Der Plot wird durchgezogen und alles, was nicht geplant ist, als nicht existent abgetan.
Plot-RP kann durchaus auch angebracht und angenehm sein, seht Euch dazu den Beitrag von Mael an.
Event-RP
Rollenspiel-Events sind meist von Spielern geplante und durchgeführte Veranstaltungen wie z.B. ein Turnier oder ein Sklavenmarkt. Auch eine Theateraufführung oder ein Talentwettbewerb ist ein Event. Der Unterschied zum Plot-RP besteht darin, dass auch auf unvorhergesehenes, ungeplantes eingegangen und reagiert wird. Events sind meist für alle Spieler des Servers zugänglich, man kann dort wunderbar andere Rollenspieler kennenlernen und sich am Geschehen beteiligen. Der Rahmen ist geplant, der Ablauf in bestimmten Punkten ebenfalls, das Geschehen nicht.
Events zu stören oder unangemessen zu boykottieren bzw. zu torpedieren sollte man vermeiden. Die Spieler, die ein Event veranstalten, haben meist viel Arbeit damit gehabt, denn das Ganze muss geplant, organisiert, beworben und durchgeführt werden. Daher solltet ihr etwas Respekt vor solche Aktionen zeigen, was nicht heißt, dass euer Charakter nicht dagegen sein und handeln kann. Vielleicht ruft ein Event wie ein Sklavenmarkt sogar ein Gegenevent wie eine Anti-Sklaverei-Demo ins Leben, ohne dass das von den Veranstaltern so geplant war. Oft folgen auch Konsequenzen für Teilnehmer und Veranstalter, die sich auf Beziehungen, Ruf, etc. auswirken können. Jemand der eine Hetzrede gegen Stygier hält, sollte sich anschließend nicht in der Schlangenkopf-Taverne in Khemi blicken lassen.
Improvisations-RP
Die am häufigsten praktizierte Form des RPs ist die Improvisation in jeder beliebigen Situation. Jeder Charakter sollte ein gewisses Konzept haben, das seine Hintergrundgeschichte zumindest kurz anreißt und erklärt, warum er handelt, wie er handelt. Diesen Hintergrund nun im Handeln umzusetzen und auf die jeweilige Situation angemessen zu reagieren, ist Improvisations-RP. Man richtet sich nach seinem Konzept und nach dem, was gerade geschieht. Wer das gut raushat, kann seinen Charakter glaubhaft ausspielen und wird auch Schwierigkeiten meistern.
Auch beim Improvisations-RP hat natürlich jede Handlung Konsequenzen. Allerdings ist hier garnichts geplant, weder der Ausgang der Situation noch die Situation selbst. Man kann sich natürlich verabreden oder auch kurz planen, was man vorhat, aber letzteres kann man auch im RP selbst improvisieren. Der Reiz bei dieser Art des RPs ist, dass man nie weiß, in welche Situationen man als nächstes gerät und wie der Gegenüber reagiert. Improvisation ist auch ein essentieller Bestandteil vieler anderer Arten des RPs (siehe oben), wie beispielsweise beim Event-RP, das im Prinzip nichts weiter ist als ein Rahmen für Improvisationen. Im Alltags-RP ist die Improvisation das Reagieren auf unerwartetes. Zusammengefasst: In der Rolle sein und bleiben, egal was passiert.
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Last edited by Sirja; 10th August 2008 at 06:42..
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10th August 2008, 02:37
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#4
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Demonologist Stygian
Dark Sun
Asgard PvP-RP
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Quote:
Originally Posted by Sluipmoordenaar
Es sollte eigentlich jedem vernünftig denkendem Menschen klar sein, was Rollenspiel ist und was nicht.
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*Hust* Wir sind hier in der AoC Community *Hust hust*
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10th August 2008, 04:40
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#5
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Bear Shaman Cimmerian
Schattenfang-Kohorte
Asgard PvP-RP
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Man mag zu einer Einteilung des Rollenspiels stehen, wie man will...aber ich muß hier einfach mal für Plot-RP, wie ich es sehe und was ich darunter verstehe, eine Lanze brechen. Und auf Sirja bezogen muß ich fast annehmen, daß sie bisher einfach nur recht einfach gestricktes Plot-RP erlebt hat.*lächelt entschuldigend ob dieser Annahme*
Ohne je selber P&P-RP betrieben zu haben, würde ich es anhand meines theoretischen Wissens darüber klar als Plot-RP ansehen. Man hat einen (oder auch mehrere, aber im P&P wohl eigentlich immer nur einen) Spielleiter, der den Plot, einen Abenteuerstreifzug mit mal mehr, mal weniger gewissem Ausgang, mit mal mehr, mal weniger möglichen Verzweigungen, ersonnen hat. Und genau so etwas ist natürlich auch in einem MMORPG möglich. Sei es eine Entführung, ein Attentat, welches nach und nach aufgedeckt wird oder aber auch ganz andere Inhalte. Ebenso kann die Geschichte und der Hintergrund eines Charakters eine Art Plot darstellen (und insgeheim hoffe ich, daß das jemand bezüglich eines meiner Charaktere in AoC genau so empfindet  ), der natürlich auch irgendwann endet, oder aber auch nur die Form ändert und sich fortsetzt.
Inwieweit man in solchen Plots verschiedene "Endungen" zuläßt, oder aber auch nur Verzweigungen, die dann schon auf das Ziel hinausführen (eben die Funktion eines Spielleiters: Er leitet das Spiel in dem von ihm gesteckten Rahmen und muß weniger leiten und führen, je weiter dieser Rahmen gesteckt ist) und auch andere Charaktere ungeplant miteinbezieht, hängt alleine vom Spielleiter ab, seiner "Vorarbeit" für den Plot und seinem Improvisationstalent innerhalb desselben. Ein Plot kann sich über Wochen oder auch Monate erstrecken und muß nicht durchgängig stattfinden, sondern kann auch seine "Auszeiten" haben, bis der Faden wieder aufgenommen wird. Ein Plot muß weder zeitlich noch räumlich so eng abgesteckt sein, wie es ein Event doch meistens ist. Er kann in MMORPGs sogar das Ziel haben, andere Charaktere einzubinden. Als Beispiel möchte ich da zwei gespielte Bergmenschen in HdRO nennen, die eine kurze Weile in Bree umgingen, sich als Händler ausgaben, andere für die eigene Sache einzuspannen versuchten und dabei ein (gelinde gesagt  ) geringes Maß an Subtilität an den Tag legten. Schade, daß die beiden dann später doch umkamen, was keineswegs von Anfang an geplant war (und mir auch irgendwie leid tat), es aber einfach kurzfristig (unter den Spielleitern) entschieden wurde, sie so handeln zu lassen, daß es darauf hinauslief.
Aber nun...es ist spät (oder früh  ) und ich sollte so langsam schlafen. Aber das konnte ich einfach nicht so unkommentiert stehen lassen.
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Last edited by Mael; 13th August 2008 at 19:59..
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10th August 2008, 10:16
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#7
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Assassin Aquilonian
...?
Asgard PvP-RP
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Quote:
Originally Posted by Sluipmoordenaar
Ich finde es falsch, RP zu kategorisieren.
Es sollte eigentlich jedem vernünftig denkendem Menschen klar sein, was Rollenspiel ist und was nicht.
Und außerdem kann RP um einiges vielseitiger sein als das hier vorgestellte. Es ist nicht immer nur eines oder wegen mir auch eine Kombination der von dir genannten Sachen...
Desweiteren hör ich jetzt schon die RP-Polizisten, die dann irgendwann ankommen und meinen, man solle sich erstmal durchlesen, was richtiges Rollenspiel sei und bla und blubb und etc usw...
Aber dennoch Daumen hoch für die Mühe, die du dir gemacht hast.
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Einerseits geb ich Dir recht - Schubladen sind nicht gerade förderlich, und die Gefahr der RP-Polizei besteht.
Ich würds gern mit ner andern Kunstform vergleichen - der Jazz-Musik. Einfach deshalb, weil das jazzen ne Menge mit dem RP gemein hat:
- hauptsächlich Improvisation über ein Thema
- gemeinsames Spielen
- notwendige Regeln und Konformen, durch die die Freiheit erst entstehen kann
- Die Möglichkeit, die Jazz-Musik in Unterkategorien zu unterteilen
- und die Jazz-Polizei, die darüber befindet, ob etwas Jazz ist oder nicht :-)
Als Jazzmusiker wehre ich mich mittlerweile gegen zu grobe Unterteilung, zu strenge Reglementierung - und die Jazz-Polizei ist mir ein Dorn im Auge. Da Musik für mich dann gut ist, wenn sie ehrlich ist und Emotion dabei ist - nicht, wenn sie Regeln befolgt. (Wie gesagt, ein Mindestmaß an Regeln ist notwendig, sonst funktioniert das mit mehreren nicht. Selbst im Freejazz.)
Meiner Meinung nach ist es mit dem Rollenspiel exakt genau so. Ein gewisses Grundmaß an Regeln muß es geben. Damit alle eine gemeinsame Basis haben. (Für halbwegs theoretisch informierte: Ich hab Poweremotes immer mit dem Intervall b9 verglichen. Absolutes No-Go - in der Musik klingt es scheiße, im RP ist es scheiße, weil es das gegenüber in auswegslose Situationen bringt.)
Und auch, wenn ich mittlerweile die Jazzstile munter mische, verbinde und Grenzen überschreite, war es zu Beginn sehr hilfreich, die einzelnen Stile separat kennenzulernen.
Einerseits, um überhaupt einen Überblick zu haben, was es denn überhaupt an möglichen Elementen gibt - andererseits, um ausprobieren zu können, welche mir liegen und welche nicht.
Insofern halte ich so eine Übersicht für Anfänger durchaus für sinnvoll - und kann nur hoffen, daß sich die RP-Polizei zurückhält. *grinst*
Für mich spricht nichts gegen den Satz "Wenn Du Anfänger bist, schau mal im Forum, da gibts ne gute Übersicht, wo Du Ideen bekommen kannst". Der Satz "Lies im Forum, da steht alles, lern es und dann sehn wir weiter" ist hingegen völlig daneben. .-)
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10th August 2008, 11:08
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#9
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Mitra PvE
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Quote:
Originally Posted by Steiner
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Ich stimme dir zu, dass der Post gut ist, aber er hat ein völlig anderes Thema als dieser hier.
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10th August 2008, 11:30
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#10
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Stygian
Wazirat
Asgard PvP-RP
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Ich halte auch nicht sonderlich viel davon, Rollenspiel in Kategorien einzuteilen.
Den Beitrag, den Steiner hier verlinkt hat, erklärt eigentlich kurz und knackig alles relevante mit einigen Dingen, die man noch hinzufügen könnte.
Bisher findet man wohl in jedem Onlinerollenspiel, so war es bei D4o,WoW, etc diverse Beiträge darüber, was Rollenspiel eigentlich ist, inklusive solcher Einteilung.
Einem Neuling zu erklären, er solle sich die Einteilung durchlesen, damit er weiß, welches Rollenspiel er denn nun betreiben kann, halte ich höchstens für sehr verwirrend. Denn im Grunde, stellt das Leben eines Chars und seine Geschichte fast immer eine Art Plot Rollenspiel dar, zumindest nach dieser Einteilung.
Als wichtiger empfinde ich es da eher, einem RpNeuling zu erklären,was man im gemeinsamen Miteinander so macht und was man besser unterlässt.
Mir drängt sich da außerdem die Frage auf, weshalb eigentlich Rollenspiel in Schubladen einteilen? Es besteht keinerlei Veranlassung dazu.
Letztendlich sind nur gewisse Verhaltensregeln notwendig, die das Miteinander nunmal ausmachen. Ansonsten kann man Rollenspiel, meiner Meinung nach, höchstens für sich selbst in verschiedene Stile einteilen. Jene die man mag, mit denen man zurecht kommt und eben jene Spielweisen, die einem nicht so liegen und mit denen man eben nicht zurecht kommt.
Die Wörter, gutes RP und schlechtes RP wähle ich hier absichtlich nicht, denn es ist, wie vieles auf der Welt, eine reine Geschmacksfrage. Ich würde gutes RP eher mit tiefgründigem RP gleichsetzen, wobei auch das belanglose Geplänkel zweier Fremder in der Wüste durchaus anspruchsvoll sein kann, selbst wenn die zwei sich danach wieder auf ihren eigenen Weg machen.
Es scheint aber ein Bedürfnis der Menschen zu sein, alles und jeden in Kategorien einzuteilen, anstatt Dinge einfach mal zu nehmen wie sie sind, ohne dafür Begrifflichkeiten zu suchen, mit denen man dieses und jenes Kategorisieren kann 
Man könnte diese Einteilung genauso gut aufs Backen, Kochen oder andere kreative Handlungen anwenden. ( Jaha  Kochen kann durchaus kreativ sein  )
Im Endeffekt bleibt doch immer wieder nur eins. Die klaren Regeln des Miteinanders.
Werden diese beherzigt, braucht es weder Einteilungen noch Klassifizierungen. Und die Grundregeln des Rollenspiels sollten eigentlich klar sein; Spiele in deiner Rolle, mit anderen zusammen, trenne Charwissen von Spielerwissen und zwinge deinem Gegenüber nichts auf, ohne das derjenige die Möglichkeit hat zu reagieren.
Das funkioniert völlig reibungslos, ohne jegliche Einteilungen 
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