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Old 12th February 2012, 12:18     Essara is offline   #11
Essara
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Die Peliden

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Regionale Abweichungen zum Ur-Mitraismus
(Ur-Mitraismus in Aquilonien und Nemedien)

Argos

Wie in Aquilonien sehen die Mitragläubigen auch hier Mitra als den einzigen und wahren Gott an, ohne ein Pantheon oder Nebengötter. Andere Religionen werden Toleriert, doch anders als in Aquilonien zählt hier nicht Asura, sondern Set als teuflischste und verderbteste Religion, und wird mit Argwohn und Mißtrauen betrachtet, wie seine Anhänger. Anders als die aquilonischen Kleriker, tragen die Argosseanischen Mitrapriester den sog. Litus, einen Stab für rituelle Zwecke mit sich. In Argos ist es Frauen erlaubt, auch das zweite Mysterium zu erlernen.

Brynthien

Hier fehlen in Mitraea jegliche Darstellungen des Antlitzes Mitras. Die mitragläubigen Brynthier glauben, daß es Blasphemie ist, ein göttliches Wesen, dessen Antlitz noch niemand gesehen hat, der noch lebt, darzustellen und sich anzumaßen, die Form seines Aussehens in Stein zu hauen. Auf dem Land ist hier jegliche andere Religion, anders als in Städten, regelrecht unerwünscht. Es kommt mitunter vor, daß man als Anhänger eines anderen Glaubens aus einem Dorf gejagt wird. Nichtsdestotrotz gibt es auch andere Glaubensrichtungen in diesem Land. Von den religiösen Tabus gilt das Tragen von Lederkleidung hier nicht.

Corinth

Im Gegensatz zu Brynthien ist man hier sehr viel offener gegenüber anderen Religionen, obwohl die Mitra-Anhänger trotzdem ihren Glauben als einzig wahren ansehen. Man kann hier frei seine religiösen Ansichten äußern, ohne sofort mit Steinen beworfen zu werden. Die Corinther, die an Mitra glauben, lehnen es ab, Statuen anzubeten, auch wenn sie wie die Aquilonier, Mitrastatuen in den Tempeln stehen haben.

Ophir

Der Mitraismus in Ophir ist der toleranteste in ganz Hyborien, auch viele Einflüsse aus Shem und Koth und deren Glaubensansichten fließen in den Mitraismus hier ein. Diese Religion ist die offenste Mitra-Ausrichtung, welche fast alle Regeln als "kann" statt als "muss" interpretiert. Viele Zeremonien beinhalten Opferung, wenn auch nur symbolisch, denn gegen dieses oberste Gebot Mitras wird auch hier nicht verstoßen. Anders als im konservativen und prüden Glauben Aquiloniens werden Rituale recht freizügig abgehalten.

Zingara

Anders als in allen anderen hyborianischen Ländern ist Mitra hier kein alleiniger Gott. Zingara ist ein Schmelztiegel der Nationen, daher ist auch die zingaranische Religion ein Schmelztiegel aus diversen Gottheiten, deren Pantheon Mitra anführt, ähnlich wie Zeus der Gottvater in der griechischen Mythologie. Heilige gibt es hier nicht. Piktische und schemitische Einflüsse machen diese Ausrichtung des Mitraismus den anderen, eher linientreueren Mitra-Anhängern suspekt. Das Tragen von lederner Kleidung gilt hier nicht als religiöses Tabu.

Last edited by Essara; 12th February 2012 at 12:45..
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Old 12th February 2012, 12:18     Essara is offline   #12
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Die Peliden

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Umsetzung in Age of Conan

Diese Tätigkeitsbeschreibungen sowie die abgebildeten Roben und Kleidungen lehnen sich an die P&P Lore an. Natürlich sind auch Abweichungen möglich, z.B. für Soldaten und Löwen Mitras, die enginetechnisch keine schweren Rüstungen tragen können. Ebenso tragen die Kleriker nicht immer strikt die angegebenen Roben. Die Farbe blau sollte jedoch vorherrschen. Schmuck und verzierungen wie Schärpen oder dergleichen tragen lediglich Hohepriester. Waffen sind tabu für Raben Mitras. Vom fünften bis zum siebten Mysterium sind in Robe lediglich Stäbe zu tragen. In Ausnahmefällen, bei Reisen in Rüstung tragen Priester auch andere Waffen.

Die Mysterien

Das erste Mysterium - Die Raben Mitras


Jeder Gläubige dürfte Rabe sein, es entspricht in etwa der Taufe im christlichen Glauben. Selbst wer nicht für immer im Tempel bleibt, wird hin und wieder Dienste für die Gemeinde verrichten. Während der Initiationszeit sind sie in graue Roben gekleidet mit einem Kranz aus Zweigen auf dem Kopf. Das Grau symbolisiert die Unreinheit ihrer Seele vor dem Ritual. Zum Ritual erhalten Sie eine weiße Robe. Sie tragen keinerlei Schmuck oder verzierungen, ebenso keine Waffen.

Das zweite Mysterium - Die Angetrauten Mitras


Die Angetrauten Mitras stellen dauerhafte Diener des Tempels dar, eventuell auch auf dem Weg zu den höheren Mysterien. Sie werden als Aufseher in berühmten Tempeln oder in Bibliotheken eingesetzt, oder um Feinde des Glaubens auszuschalten. Ebenso verrichten sie Hilfstätigkeiten bei rituellen Handlungen oder werden als Boten eingesetzt. Es gibt hier keine vorgegebene Kleidung, jeder Angetraute kleidet sich so, wie es ihm beliebt, außer in blauen Roben - diese sind den Priestern vorbehalten. Die abgebildete Dunkelaschenrobe ist ein guter Kompromiss und von allen Klassen tragbar.

Das dritte Mysterium - Soldaten Mitras


Die Soldaten Mitras dienen als Wachen in größeren Tempeln sowie als Begleiter von Priestern, die durch gefährliches Gebiet reisen. Sie sind der militärische Arm der Kirche Mitras. Auf dem Bild ist die nemedische Legionärsrüstung zu sehen mit einem aquilonischen Helm. Es sollte ein einheitliches Bild vorherrschen, das der aktuelle Hohepriester eines Haupttempels vorgibt, und das möglichst auf viele Klassen Rücksicht nimmt (also möglichst leichte Rüstung).

Das vierte Mysterium - Löwen Mitras


Die Löwen Mitras sind die Templer oder Paladine, sie stellen die militärische Elite der Kirche Mitras, jedoch sind sie einem hohen Ehrenkodex verpflichtet, leben asketisch und befolgen die Regeln Mitras ohne Wenn und Aber. Sie sind vergleichbar mit den Mönchskriegern der Kreuzzüge. Viele von ihnen werden später Priester. Ihr Aussehen ist würdevoll und mit einem schlichten Prunk, sie tragen eine weiße Robe als Zeichen ihrer göttlichen Aufgabe, meist sogar jene, die sie als Raben erhalten haben, dazu lokale Rüstungsteile (wie hier einen aquilonischen Helm). Bewaffnet sind sie meist mit dem Schild des Löwen und einem geweihten Schwert. Dazu tragen sie einen blauen Umhang, als Zeichen ihrer Verbundenheit zur Priesterschaft. Die Robe wird durch eine praktischere Rüstung ersetzt, wenn die Umstände es gebieten.

Last edited by Essara; 12th February 2012 at 12:53..
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Old 12th February 2012, 12:51     Essara is offline   #13
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Das fünfte Mysterium - Die Bori (3. Zirkel)


Die Bori sind die erste Stufe des Klerus. Ihre Hauptaufgabe ist die Heilung von Kranken und die Heilung der Seele. Sie führen die alltäglichen Riten durch, können Hochzeiten oder Bestattungen leiten und Dämonen austreiben. Die Priester in den ländlichen Tempeln sind meist Bori. Die normale blaue Robe ist hier die Kleidung der Wahl, mitunter mit einem blauen Umhang und der Dunkelaschen-Kapuze. In kälteren Regionen auch mit Fellmütze und -umhang. Im Süden sind die Priester meist etwas leichter bekleidet, tragen jedoch immer etwas blaues. Auf Reisen sind meist zweckmäßige Rüstungen beliebt. Hier wählen viele Priester wegen des noch immer bei manchen Tempels gültigen Tabus des Tragens von Leder. Viele Priester haben jedoch bereits eine praktischere Lederrüstung. Diese Roben sind Stoffrüstungen, können also von jeglicher Klasse getragen werden.

Das sechste Mysterium - Die Sonneboten (2. Zirkel)


Diese Priester stehen größeren Tempeln vor (z.B. dem zentralen Tempel in Alt-Tarantia). Sie bilden niedrigere Mysterien aus und leiten die Bori an. Sie können auch schwierigere Exorzismen durchführen, sind nicht selten diplomatisch tätig und ziehen auch als Wanderprediger durchs Land. Hier bietet sich als Kleidung eine etwas vornehmere blaue Robe an, die Dunkelaschenrobe samt Kapuze und Umhang. Reisegewand oder klimatisch angepasste Kleidung wird hier gehalten wie bei den Bori.

Das siebte Mysterium - Hohepriester (1. Zirkel)


Die Hohepriester stellen die letzte Instanz einer Ausrichtung des Glaubens dar, wie etwa der Hohepriester Zyras in Tarantia das Oberhaupt des aquilonischen Mitraismus ist. Sie tragen als einzige Anhänger Mitras nach dem 2. Mysterium wieder Kopfschmuck, aber nur zum Zeichen ihrer von Mitra verliehenen Macht. Vergleichbar mit den Bischöfen im Christentum ernennen sie Bori und Sonnenboten. Die Kleidung besteht hier aus einer Dunkelaschenrobe, jedoch als einziges Mysterium nach dem vierten trägt der Hohepriester als Zeichen der göttlichen Macht einen Reif aus Metall oder gar einen Kopfschmuck aus Blättern. Er trägt zudem im Gegensatz zu den anderen Priestern etwas prächtigere Zusätze wie Schärpen oder wertvolle Gürtel.

Das Tabu Leder

Aufgrund der enginetechnischen Gegebenheiten (Nur Stoffrüstung und leichte Rüstung für die Klasse Mitrapriester) läuft es zwangsläufig auf Leder hinaus. In manchen hyborischen Ländern ist das tragen von Leder kein Tabu (z.B. Argossea). Es kann hier ingame also eine Ausnahme gemacht werden, wenn man die Mysterien nicht in Aquilonien oder Nemedien erlernt hat. Es hängt auch stark von dem jeweils amtierenden Hohepriester ab, wie er die Tabus neu beurteilt oder entkräftet.

Frauen ab dem dritten Mysterium

Frauen dürfen nur das erste Mysterium erlernen. Laut der Lore dürfen Frauen lediglich in Argossea das zweite Mysterium erlernen. Alle höheren Mysterien sind nach den P&P Regeln den Frauen verwehrt. Um hier nicht eine zu starke Einschränkung zu schaffen, da man mit einem weiblichen Char bei strenger Regelauslegung nicht im RP Priester werden könnte, gibt es diverse Schlupflöcher. Mein Char Essara ist z.B. auf Tortage ausgebildet worden. Dort, weitab von den Tempeln der Zivilisation, zählt der geschlechtliche Unterschied im Glauben wenig, und so war ein Aufsteigen bis zum fünften Mysterium ohne Probleme möglich. Das Auftreten als Priesterin ist danach auch jederzeit in Aquilonien möglich, denn der Tempel in Alt-Tarantia stellt das religiöse Zentrum des Mitraglaubens für ganz Hyborien dar. Lediglich die Einführung in die Mysterien muss im Rollenspiel andernorts stattfinden. Natürlich hängt es auch hier immer vom amtierenden Hohepriester ab, bis zu welchem Mysterium Frauen zugelassen werden. Es kam auf Asgard im RP bereits vor, daß Priesterinnen nicht mehr als Priesterinnen agieren durften, und sich entweder als Heilerin weiter in der Stadt, in der der Hohepriesterwechsel stattfand, aufhalten durften, oder fortgingen und anderswo weiter predigten, wo es erlaubt war. Dies ist natürlich auch eine Frage des konsequenten Spiels, ob man diese Vorgaben akzeptiert.

Abstinenz und Keuschheit

Eine der großen Fragen, die immer wieder auftauchen, betrifft diese beiden Punkte. Dürfen Priester Alkohol trinken, und dürfen sie heiraten bzw. sich den fleischlichen Lüsten hingeben?

Meine Auslegung ist hier: Nein. Im Regelwerk steht hierzu nichts konkretes, jedoch gibt es Passagen, die bereits den Löwen Mitras (4. Mysterium) asketische und enthaltsame Lebensweise - ähnlich wie Mönche - vorschreiben. Die folgenden Mysterien dürften dann ähnlichen Einschränkungen unterliegen. Darüber hinaus müssen Priester ihre Kraft allen Gläubigen zuteil werden lassen. Eine Frau sowie eine Familie würden einen Priester zu sehr von der Aufmerksamkeit für alle Gläubigen ablenken oder seine Prioritäten verschieben. Des weiteren hat der Priester stets klar im Geist zu sein, Alkohol oder andere Rauschsubstanzen wären hierbei ein Verstoß.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen. In Ophir werden Rituale meist sehr freizügig und ohne Prüderie abgehalten. Jedoch ist von einem ophirischen Mitratempel zu einem Tempel Derketos noch ein weiter Weg.

Prüfungen

Viele Spieler fühlen sich durch Prüfungen abgeschreckt. So haben bereits einige Spieler darauf verzichtet, die Prüfungen zur Angetrauten Mitras abzulegen, da dort laut Lore dreißig Hiebe ausgeteilt werden. Da ich verstehe, daß in manchen Dingen Spieler allzusehr von dem, was der Char erleidet, mitgenommen werden, habe ich folgende Neuregelung erdacht - natürlich obliegt wie überall die Entscheidung wie etwas gemacht wird, immer dem zuständigen Hohepriester des nächsthöheren Tempels:

Raben: Keine Prüfung
Angetraute: Drei Tage fasten
Soldaten: Gerechte Tat vollbringen
Löwen: Heilige Tat vollbringen
Alle Priester: Pilgerreise zum Golamira

Das Fasten war ursprünglich die Prüfung der Raben. Angetraute, Soldaten und Löwen mussten sich im Regelwerk ursprünglich schmerzhaften Prüfungen unterziehen, um ihren Stoizismus und ihre Opferbereitschaft auf die Probe zu stellen. Diese Prüfungen wurden mit Rücksicht auf einige Spieler abgeändert. Die Soldaten müssen eine gerechte Tat erfüllen, die vom Hohepriester oder dem zuständigen Priester gestellt wird, wie etwa die Reaktion auf ein derzeitiges Ereignis aus dem RP, wie etwa eine Räuberbande, die zur Strecke gebracht werden muss oder eine Ungerechtigkeit, die aufgeklärt werden soll. Die heilige Tat des Löwen ist etwas elementarer, und umfasst etwa das Töten eines Dämonen, das Bekämpfen von etwas Unheiligem oder andere gottgefällige Dinge. Die Priester werden mit der Ernennung zum Bori zum Berg Golamira pilgern, wo Epimitreus begraben liegt. Diese Prüfung ist wieder lorekonform, ebenso das Wegfallen weiterer Prüfungen, wenn ein Bori zum Sonnenboten oder gar zum Hohepriester aufsteigt.

Es ist in jedem Fall immer eine Auslegungssache, und letztendlich entscheiden die Spieler, wie weit sie gehen, was sie akzeptieren und was nicht.

Last edited by Essara; 12th February 2012 at 12:55..
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