Quote:
Originally Posted by Ckyk
Ich wollte nur darauf hinaus, dass hier einige die politische Einstellung von Howard nach zu sehr mit den Umständen seines Zeitalters entschuldigen, was meiner Meinung nach durch den von mir genannten Link widerlegt ist.
Wie gesagt muss man selbst entscheiden ob man mit diesem Blickwinkel auch seine Werke analysiert, ich bin der Meinung, dass seine Einstellung in den Büchern öfters durchscheint was ich auch als störend empfinde. Bin aber trotzdem in der Lage die Geschichten aus einer gegebenen Distanz zu genießen.
|
Ja, der Link war schon sehr interessant. Beim Lesen hatte ich auch öfter ein "ungutes Gefühl", vor allem an den - zugegebenermaßen raren - Stellen, wo er von "unheiliger Vermischung von Rassen" und ähnlichem Grampf redet. Hab mir halt immer gedacht "Andere Zeiten, andere Suppen" und das schnell ignoriert

Gefasel von "reinem Blut" kann man da noch eher durchgehen lassen, obwohls eigentlich das selbe in grün ist.
Auf der anderen Seite wirkt Howard übrigens auch mal erstaunlich fortschrittlich: Lesbentum klingt an und wird nicht verurteilt oder sonstwie negativ kommentiert; und anscheinend war er auch überzeugter Anhänger der Evolutionstheorie, jedenfalls wird auch darauf hin und wieder Bezug genommen.
Nur schade, daß Howard anscheinend wirklich nicht nur ein unschuldiges Kind seiner Zeit, sondern schon ein richtiger kleiner Rassist war. Das mag damals - und evtl. ja auch noch heute

- in seinem Umfeld, also Wohnort, und seiner Bildungsstufe jeder gewesen sein, aber das ist ja keine Entschuldigung.