Ein Mann, offensichtlich Cimmerier mit seiner hellen Haut und tiefschwarzen Haaren sitzt in einer Ecke der Taverne und starrt in seinen Krug, der höchstens noch einen einzigen Schluck enthält. Er trägt Fell und Leder, Schwert und Schild liegen achtlos neben der Bank. Sein rechtes Auge ist zugeschwollen und schillert in allen Blau- und Violettönen.
„Aye,“ brummt er sein Gegenüber an, „gib mir noch nen‘ Krug aus, und ich erzähl dir alles.“ Er berührt das Veilchen in seinem Gesicht und verzieht schmerzhaft die Miene. Als ihm auf einen Wink ein neuer, voller Krug gebracht wird, kippt er den Rest aus seinem alten in die Kehle und nimmt langsam einen Schluck aus dem neuen.
„Aye,“ brummt er, „du hast es dir verdient. Keine große Geschichte, allerdings, ist sicher keinen Krug wert, aber du hast ja gefragt.“
Er rutscht in eine bequemere Sitzhaltung. „War ein Weibsbild, ein verfluchtes. Nein, nicht meines, meines weiß wie sie sich benehmen muß, das war ein verfluchtes Miststück mit feuerroten Haaren, wenn die reinblütig ist, freß ich meine Stiefel.“ Zur Unterstreichung seiner Worte deutet er auf das abgetragene und lehmverkrustete Leder an seinen Füßen.
„Läuft herum als Kriegerin, das Miststück, mit einem verfluchten Zweihänder – gute Waffe übrigens, viel zu schade für irgendein Weib. Sollte besser ein paar Kinder werfen anstatt Männerarbeit zu machen, bei Croms Arsch, es sterben mehr von uns als geboren werden, sollte sich besser einen dicken Bauch machen lassen anstatt mit einer Männerwaffe herumzufuchteln. Auch wenn sie nicht reinblütig ist, ihre Brut könnte zumindest bei der Verteidigung der Heimat ihr Leben lassen.“ Wieder berührt er sein zugeschwollenes Auge, dann trinkt er noch einen Schluck.
„Tja, das Weibsbild hat mich wohl gehört und bevor ich gucken kann, hab ich eine verfluchte Faust im Gesicht und während mein Schädel dröhnt wie eine verfluchte Kriegstrommel hör ich was von daß ich froh sein soll, noch alle Zähne zu haben und daß ich beim nächsten Wort bis an mein Lebensende Suppe schlürfe.“ Er verzieht das Gesicht.
„Das ist schon die ganze Geschichte. Elgar Riesentöter ist von einem verfluchten Weibsbild verprügelt worden.“ Er spuckt auf den Boden, neben die Bank.
„Ich hab mich ein wenig umgehört, nicht unbekannt, das kriegerische Weibsbild. Windsbraut nennt man sie, ha, und das wohl zu Recht, knallt mir wegen ein paar Sätzen einfach die Faust in die Fresse. Die ist nicht nur Kriegerin, Häuptling nennt sie sich, kannst du dir das vorstellen, ein verfluchter Häuptling. Aber keiner von den alten richtigen Clans, der verfluchten Haufen, von dem sie Häuptling ist, kann nur eine Handvoll Winter zählen. Clan der Faust, das sind sie. Pah, Clan von clanlosem Pack, sage ich und sollte jeder sagen, der was auf seine Herkunft hält. Haben allerdings den Ruf, daß sie Ehre im Blut haben, daß muß ich ihnen leider lassen. Aber es sind Clanlose, bei Croms Arsch. Ist nur klein, diese Faust, vielleicht eine faustvoll Leute, ha ha,“ er lacht über seinen eigenen Witz.
„Leben weiter im Norden, hinter den Hochebenen, dort irgendwo in den Bergen haben sie sich ihr verfluchtes Dorf zusammengezimmert. Wird wohl was sein, ein paar windschiefe Hütten und Palisaden. Haben es allerdings bis jetzt immer erfolgreich verteidigt, muß ich sagen. Ist ziemlich kriegerisch das Pack, aber du weißt ja wie man sagt, ein Weib das Häuptling ist, führt immer einen verflucht kriegerischen Haufen. Ha ha, oder bei verflucht kriegerischen Haufen krepieren die Häuptlinge so schnell, daß ihnen irgendwann nichts anderes übrig bleibt, als ein Weib an dessen Stelle zu setzen.“ Er grinst breit.
„Die meisten von denen, sollen nicht reinblütig sein, das sieht man auf den ersten Blick. Ein anderes Kriegsweib ist so hellblond, daß sie fast weiß ist, wenn die keine Aesir ist, freß ich meine Stiefel. Soll auch das Temperament von einem Aesir haben, trägt Waffen und einen Säugling an der Brust. Ein andrer ist nur wenig dunkler, ist wohl ihr Bruder und hat eine verflucht lose Klappe, Kriegsherr, ist er, pah. Welche Haarfarbe der Glatzkopf hat, ist der andere Kriegsherr, ziemlich still, aber den willst du sicher nicht auf dem Schlachtfeld begegnen. Ihre Schamanin ist auch so ein Feuerkopf, ein blutjunges Balg, sollte besser mit den Dorfkindern spielen als Hühner zu köpfen, kann allerdings recht nett singen. Echte Schwarzhaarige haben die kaum, dieser Clan der Faust.“ Er trinkt einen großen Schluck.
„Kämpfen tun sie allerdings gut, dieser Clanlosen-Clan. Nehmen weiter irgendwelche Clanlose auf, Mischpoke, in deren Blut irgendein Teil cimmerisch ist...“ Er rülpst laut.
Dann sieht er sein Gegenüber an. „Bei Croms Arsch, du denkst jetzt nicht grad daran, dieses Pack zu suchen? Siehst doch aus wie ein anständiger, ehrenvoller cimmerischer Krieger. Du bist doch nicht auch einer von diesen Clanlosen?“
OOC:
Faust des Nordens
- Gildenartart: RP-Gilde
- Gildenleitung:
Häuptling: Ailill Windsbraut
Kriegsherren: Berossus, Drongar
- Mitsprache: ja, eine "Faust" = 1 Stimme
- Rassenbeschränkung: ja (rein cimmerischer Clan)
- Klassenbeschränkung: nein (aber Dunkle Templer müssen schon gut erklären können warum sie als Cimmerer dieser Klasse angehören)
- Standort Gildenstadt: Lacheish-Ebene, T3-Bergfried, wir arbeiten derzeit am T3-Alchiturm
- Levelbeschränkung: nein
- PvE und PvP: ja
- Ganking: NEIN
- TS: NEIN
- Spielzeitauflagen: nein
- Gildenchannnel: IC
- Besonderheiten: Spielspaß und ein harmonisches Miteinander stehen klar im Vordergrund
- Website:
http://faustdesnordens.jimdo.com/
zum Forum:
http://faustdesnordens.jimdo.com/sch...riff-den-clan/