Poitanische Volksweisen
Exzerpt aus "Die schönigsten Folkslider aus Aquilonien, Gunnderlande, Bossonien und Poytane", von Gaius Cantus, Magister Musicus der königlichen Akademie zu Belverus.
Das Mariechen aus Poitan
Bei dem Lied "Mariechen aus Poitan" handelt es sich um ein Lied von eher zweifelhaftem Inhalt, welches sich vor allem in Soldatenkreisen großer Beliebtheit erfreut. Gesungen wird es auf die alte poitanische Volksweise "Oh du schöner blauer Alimane", weswegen auch vermutet wird, dass der Text des Liedes aus dem Gebiet des Grenzflusses zu Zingara stammen mag.
Es gibt viele Versionen über den Ursprung und vor allem die Bedeutung des Textes, die den Rahmen dieses Werkes wohl sprengen würden. Die wohl Bekannteste geht davon aus, dass es sich bei "Mariechen" um die zweite Ehefrau des Grafen Ignacio von Poitan handelte, der das Fürstentum vor ca. 200 Jahren regierte.
Seine Regentschaft war ereignislos, und wie man vermutetn mag bezog sich dies auch auf das Schlafgemach des Fürsten. Seine zweite Frau Marie de Taves war daher bald bekannt für ihren lockeren Lebenswandel, und eine beträchtliche Anzahl edelster Ritter von Poitan sollen sich in den sanften Hügeln und tiefen Schluchten ihres jungen Leibes verirrt haben.
Der Text unterlief einer Vielzahl von Änderungen über die Jahrhunderte, und viele Textzeilen wurden beständig hinzugefügt. Die Populärste möchte ich nachfolgend festhalten.
"Im wunderschönen Poitan, da lebte einst Mariechen!"
"Die hatte nie ein Hößchen an, und war ein jedem's Liebchen!"
"Drum auf ihr wack'ren Ritterleut', schreitet nur voran!"
"Legt ab den Wams, pflanzt auf die Lanz' und dann!
"Greift's die Marie in ihrer Pracht!"
"Mit voller Wucht und ganzer Kraft!"
"Nur stets von vorne an! Nur stets von vorne an!"
Choral nach ein jeder Strophe, möglichst laut gesungen oder gegrölt, je nach Stand des Abends und der Anzahl Gallonen getrunkenen Weins, :
"Joooohooo!Hoooo!HooHooHoo (oftmals auch: Stoooo!Hoo!Hoooß in rein...)"
Mit den Kriegswirren, die der Übernahme diurch König Conan vorangingen, verbreitete sich das Lied durch die Soldaten und Ritter Poitans bald über alle Provinzen Aquiloniens. Es wird allerdings dringends abgeraten, dieses Lied in gesitteter Runde darzubieten, vor allem wenn Weibsvolk anwesend ist, dass über die Rohheit der Worte und den unkeuschen Inhalt des Textes wohl schlimmst schockiert sein mag, so es sich um Damne edelster Herkunft handelt.
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